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Strompreise: Politiker streiten über Auswirkungen der EU-Pläne
Strompreise: Politiker streiten über Auswirkungen der EU-Pläne07.02.2011, 19:38 Uhr
Die deutschen Politiker sind sich nicht einig über die Frage, ob die Strompreise durch die Beschlüsse der EU zum Energiemarkt steigen oder eher sinken werdenBrüderle sieht Wettbewerb der Stromanbieter gestärktDer Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sieht die Situation relativ entspannt. Seiner Meinung nach werden sich die Beschlüsse der EU über einen gemeinsamen Strom- und Gasmarkt eher positiv auf die Strompreise auswirken. Versorgungssicherheit und Verbraucherschutz würden von den EU-Plänen profitieren, sagte er dem Hamburger Abendblatt. Durch den Ausbau der Energienetze werde der Wettbewerb gestärkt, so der Minister. Etwas anders sehen das seine Kollegen vom CDU-Wirtschaftsflügel, sowie Verbraucherschützer. Sie erwarten, dass die Strompreise durch die Beschlüsse in Brüssel für deutsche Verbraucher eher steigen werden.
Strompreise werden durch Investitionen steigen müssen
Ebenfalls im Hamburger Abendblatt erklärte der Vizevorsitzende der CDU-Fraktion, Michael Fuchs, dass die Annahme illusorisch sei, dass der gemeinsame Energiemarkt zu einer Senkung der Strompreise führen werde. Das Gegenteil halte er für wahrscheinlich, so Fuchs. Für den Ausbau der Stromnetze müssten die Unternehmen Milliarden an Investitionen aufbringen. Dass diese Kosten auf die Strompreise umgelegt werden, hält der Politiker für unvermeidlich. Ähnlich äußerte sich die Verbraucherzentrale Hamburg im selben Zusammenhang. Deren Geschäftsführer Hörmann ist sich sicher, dass auf die Verbraucher höhere Strompreise zukommen, mit denen der Ausbau der Stromnetze finanziert werde. Die einzige Verteidigungsmöglichkeit der Verbraucher bestehe in einem Wechsel des Stromanbieters.
