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Umweltbundesamt: Strompreise müssen nicht wegen erneuerbarer Energien steigen
Umweltbundesamt: Strompreise müssen nicht wegen erneuerbarer Energien steigen07.02.2011, 19:43 Uhr
Die Argumente der Stromanbieter hinsichtlich der Strompreiserhöhungen hält der Präsident des Umweltbundesamtes für falsch. Seiner Ansicht nach senkt Ökostrom die Strompreise sogarStrompreise an der Strombörse gesunkenIn einem Interview mit der Thüringer Allgemeinen erklärte der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, dass die erneuerbaren Energien nicht für die Preissteigerungen der Stromanbieter verantwortlich seien. Die Strompreise seien an der Strombörse gerade durch den Ökostrom besonders zu Zeiten hoher Nachfrage gedrückt worden. Diese Einsparungen würden durch die Stromanbieter aber nicht an die Kunden weitergegeben. Statt dessen nutzten die Versorger die EEG-Umlage als Vorwand für ihre Strompreiserhöhungen, die Flasbarth nicht für gerechtfertigt hält.
Kunden sollten Stromanbieter unter Druck setzen
Über 770 Stromanbieter haben in den vergangenen Monaten ihre Strompreise erhöht, zumeist unter Hinweis auf die gestiegene EEG-Umlage. Die Beschaffungspreise an der Strombörse in Leipzig sind allerdings nach Angaben der Bundesnetzagentur seit über zwei Jahren rückläufig. Somit besteht nach Ansicht der meisten Experten und Verbraucherschützer durchaus Spielraum für eine Senkung der Strompreise, weswegen die Kunden auch wenig Verständnis für die Verteuerung haben sollten. Betroffenen Verbrauchern empfehlen die Experten einen Strompreisvergleich und einen umgehenden Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter. Der Wettbewerbsdruck auf die Versorger ist derzeit noch sehr ausbaufähig und hängt nicht zuletzt mit der mangelnden Wechselbereitschaft der Kunden zusammen.
