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Stromanbieter wollen ältere AKW unter Umständen abschalten
Stromanbieter wollen ältere AKW unter Umständen abschalten08.02.2011, 15:42 Uhr
Weil sich teure Nachrüstungen für die Sicherheit bei alten Reaktoren nicht mehr lohnen, erwägen die Energiekonzerne ihre Abschaltung und wollen neuere dafür länger laufen lassenStromanbieter wollen Kosten für Altreaktoren vermeidenDie Bedingungen für die Laufzeitverlängerung bringen für die Stromanbieter weitere Kosten mit sich. So sind weitere Sicherheitsauflagen für die älteren Reaktoren zu erfüllen, welche den Weiterbetrieb unter Umständen unrentabel machen könnten. Wie das Handelsblatt berichtete, haben einige Betreiber nun die Absicht, solche älteren Atomkraftwerke früher abzuschalten als geplant. Im Gegenzug würden sich dann die Laufzeiten für die moderneren Reaktoren entsprechend verlängern. Atomkraftgegner haben schon seit längerer Zeit Bedenken gegen den Weiterbetrieb alter Anlagen. Ohne die Laufzeitverlängerung hätten die ersten Reaktoren Ende 2010 endgültig vom Netz gehen sollen.
AKW-Gegner begrüßen Abschaltungspläne der Stromanbieter
Die Organisation ausgestrahlt begrüßte das Vorhaben der Stromanbieter. Deren Sprecher Jochen Stay erklärte dazu, dass jedes abgeschaltete Atomkraftwerk ein Risiko weniger darstelle. Allerdings bedeute dies nicht, dass es keine Sicherheitsbedenken gegen neuere Atomkraftwerke gebe. Nach wie vor gelte das Ziel, alle Atomkraftwerke abzuschalten, so Stay. Die Laufzeitverlängerung hat den zuvor gültigen Konsens zum Atomausstieg außer Kraft gesetzt. Derzeit werden mehrere Klagen gegen die längeren Atomlaufzeiten vorbereitet, darunter von der Umweltorganisation Greenpeace.
