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NRW: Klimaauflagen für Stromanbieter werden deutlich verschärft
NRW: Klimaauflagen für Stromanbieter werden deutlich verschärft10.02.2011, 17:40 Uhr
Sollten sich die Presseberichte über die Absichten der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen bestätigen, dürften manche Projekte für E.ON und RWE kaum noch rentabel seinStromanbieter geraten unter DruckDas Handelsblatt berichtete heute über Pläne der Landesregierung in Düsseldorf, die dem Klimaschutz Vorrang gegenüber den Interessen der Industrie einräumen. Ein entsprechender Gesetzentwurf werde derzeit im Landesumweltministerium diskutiert. Damit könnten die Stromanbieter E.ON und RWE stark unter Druck gesetzt werden, den Bau geplanter Kohlekraftwerke und andere Projekte zu überdenken. Denn sollten die Auflagen tatsächlich in dieser Form Wirklichkeit werden, wäre die Rentabilität solcher Vorhaben zukünftig in Frage gestellt.
Klimaschutz erhält Vorrang gegenüber Interessen der Stromanbieter
Die Stromanbieter RWE und E.ON betreiben in ihrem Stammland NRW diverse Projekte, die von diesem Gesetz betroffen wären. RWE baut Braunkohle in großem Stil ab, während E.ON noch immer darauf hofft, das Kohlekraftwerk in Datteln vollenden zu können. Im Handelsblatt äußerten sich die Stromanbieter noch nicht. Dass die Unternehmen aber nicht erfreut über dieses Gesetz sein können, scheint auf der Hand zu liegen. Dem Bericht zufolge sieht das Gesetz zum Klimaschutz Eingriffe in die Raumordnung vor und enthält konkrete Vorgaben an komplette Branchen der Industrie. Der Ausbau erneuerbarer Energien soll ebenso Vorrang erhalten wie die Energieeffizienz und die Energieeinsparung.
