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Strompreise: Warum sie steigen, wenn die Stromnetze ausgebaut werden

Strompreise: Warum sie steigen, wenn die Stromnetze ausgebaut werden10.02.2011, 17:51 Uhr

Dass die Strompreise durch den Ausbau der Stromnetze nach oben gehen werden, ist einhellige Meinung der meisten Politiker und Energieversorger. Doch warum ist das eigentlich so?Alte Stromnetze können erneuerbare Energien kaum noch verkraften
Die europäischen Stromnetze stammen noch aus einer Zeit, in der die Strommärkte staatlich reguliert waren und es kaum erneuerbare Energien gab. Stromschwankungen wurden durch zahlreiche herkömmliche Kraftwerke ausgeglichen. Die Strompreise waren stabil, doch Wettbewerb gab es kaum. Mit der Liberalisierung der Strommärkte und der Ökostrom-Förderung wurde schnell klar, dass zum Anschluss neuer Windparks auch neue Hochspannungsleitungen gezogen werden müssen. Doch dies trifft oft auf den Widerstand von betroffenen Bürgern. Und der Bau solcher Leitungen muss selbstverständlich auch finanziert werden. Aber warum belastet das die Strompreise, wenn das Stromgeschäft so profitabel ist, wie die Zahlen der Stromanbieter vermuten lassen?

Steigen die Strompreise zwangsläufig – oder könnten sie sogar sinken?
Die Stromnetze müssen aber auch generell modernisiert werden. Da die erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind naturgemäß vom Wetter abhängig sind, lassen sich Stromschwankungen momentan nur bedingt kompensieren. Sollte der Anteil erneuerbarer Energien wie geplant steigen, könnte dies laut EU-Kommissar Oettinger zu Stromausfällen führen. Die Investitionen sind also dringend notwendig, und der Investitionsumfang ist gewaltig. Deswegen ist zu erwarten, dass die Strompreise steigen werden, wenn die Stromanbieter diese Lasten finanzieren müssen. Einzig Wirtschaftsminister Brüderle (FDP) sieht dies anders: Durch die Öffnung eines gesamteuropäischen Marktes wird der Wettbewerb dramatisch zunehmen und die Strompreise unter Druck bringen, so seine Meinung, die allerdings von den meisten Experten nicht geteilt wird.



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Ökostrom Stromanbieter Das Ablösen von Kernkraft, Erdöl und Kohle in der Energieerzeugung hat besonders seit dem Reaktorvorfall in Fukushima wieder höchste Priorität in Deutschland. Der Anteil von Ökostrom ist bei dem in Deutschland erzeugten Strom in den letzten Jahren rapide angestiegen. Im Jahre 2011 lag der Anteil bei 15,6 Prozent und soll laut Bundesregierung im Jahre 2020 bei 38 Prozent liegen.


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