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Strompreise laut Umweltbundesamt übertrieben hoch
Strompreise laut Umweltbundesamt übertrieben hoch11.02.2011, 15:49 Uhr
Bereits zu Beginn der Woche hatte der Chef des Umweltbundesamtes, Flasbarth, in einem Zeitungsinterview klare Worte zur Höhe der Strompreise gefunden. Nun legte das UBA die Ergebnisse einer Studie vorDeutliche Worte kritisieren die hohen StrompreiseSelten hört man so deutlich, was Jochen Flasbarth über die Strompreise gesagt hat. Der Präsident des Umweltbundesamtes bezeichnete das Verhalten der Stromanbieter als überzogen. Am Donnerstag legte das Amt nun die Ergebnisse einer eigenen Analyse vor, die diesen Vorwurf untermauern sollen. Vor allem die Begründung, die Strompreise wegen der EEG-Umlage erhöhen zu müssen, sei nicht stichhaltig. Die Stromanbieter würden sie nur als Vorwand für eine Strompreiserhöhung nutzen. Tatsächlich seien die erneuerbaren Energien nicht für die hohen Tarife verantwortlich zu machen, so das UBA weiter.
Stromanbieter geben Kostenvorteile nicht an Endkunden weiter
Die Erzeugerpreise an der Strombörse seien ferner so niedrig, dass die Stromanbieter ihre Einsparungen an die Kunden weitergeben könnten. Dies geschieht in der Regel allerdings nicht. Statt dessen erhöhen die Versorger ihre Strompreise kräftig. Flasbarth betonte, dass die erneuerbaren Energien im gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang Umwelt- und Gesundheitsschäden deutlich reduzierten. Milliardenbeträge würden hier eingespart. Da die Strompreise für Industriekunden hingegen sinken, scheint sich die Ansicht des UBA zu bestätigen, dass der Wettbewerb für Endkunden noch nicht funktioniert.
