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Hohe Strompreise machen Infrarotheizungen noch teurer

Hohe Strompreise machen Infrarotheizungen noch teurer14.02.2011, 15:54 Uhr

Infrarotheizungen sind eine günstige Alternative – wenn man den Herstellern glaubt. Doch mit Strom heizen ist und bleibt teuer – und die Strompreise verstärken diesen Effekt nochWerbeargumente für Infrarotheizungen durch Strompreise entkräftet
Die Hochglanzanzeigen und Webseiten der Hersteller von Infrarotheizungen zeichnen ein schönes Bild: Attraktive, flache Bauform, beispielsweise in Badezimmerspiegel integrierbar und alles auch noch günstiger als die normale Heizung. Die Beispielrechnungen scheinen dies zu bestätigen, doch wer sie sich genau ansieht, kommt schnell darauf, dass eine Infrarotheizung eine normale Heizung nicht wirklich sinnvoll ersetzen kann. Angesichts der aktuellen Strompreise dürften die Hersteller es noch schwerer haben, gegen das Urteil von Verbraucherschützern zu argumentieren, dass Stromheizungen teuer sind. Das Werbeargument der CO2-freien Infrarotheizung ist zudem natürlich nur für Nutzer von 100% Ökostrom anwendbar – und die zahlen in der Regel höhere Strompreise als die Hersteller in ihren Berechnungen berücksichtigen.

Selbst niedrigere Strompreise machen Infrarotheizung teuer
Hersteller rechnen gerne vor, dass bei einem Strompreis von 19 Cent pro Kilowattstunde und einem Heizbedarf von 400 Watt pro Raum eine Infrarotheizung günstig zu betreiben sei. Nur kommt man in einem normalen Haushalt damit kaum aus. An anderer Stelle findet man bei den gleichen Herstellern aber im Detail einen Bedarf von rund 1500 Watt für 20 Quadratmeter Wohnraum. Für eine Wohnung von 100 qm wären das also schon satte 7500 Watt. Abgesehen von Anschaffungs- und Installationskosten käme man bei zehn Stunden Heizleistung auf 15.000 Watt täglich, also 15 Kilowattstunden. Die Erhöhung der Strompreise außer Acht gelassen, wären das dann reine Stromkosten nur für die Heizung von knapp 2.000 Euro für fast 10.000 kWh Verbrauch während der Dauer der Heizperiode. Hinzu käme natürlich noch der sonstige Stromverbrauch des Haushalts. Wirklich günstig kann man mit Strom also nicht heizen – auch nicht mit flottem Design. Allenfalls als Ergänzung als Spiegelheizung im Bad wäre eine Infrarotheizung zu empfehlen, keinesfalls aber als kompletter Ersatz zur Normalheizung.



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