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Stromanbieter E.ON macht Druck wegen Kohlekraftwerk Datteln
Stromanbieter E.ON macht Druck wegen Kohlekraftwerk Datteln15.02.2011, 16:10 Uhr
Aufgrund der unklaren Rechtslage beim Neubau des Kohlekraftwerks Datteln sollen die drei alten Kraftwerksblöcke nun länger am Netz bleiben. Eigentlich wollte EON die alten Blöcke durch das neue Kraftwerk ersetzenStromanbieter will alte Kraftwerksblöcke nicht einmottenDer Neubau des Kohlekraftwerks in Datteln geht nicht recht voran, da die juristischen Voraussetzungen immer noch nicht geklärt sind. Der Stromanbieter E.ON zieht inzwischen die Konsequenzen und hat nun mitgeteilt, dass die Beschlüsse zur Stilllegung der drei älteren Kraftwerksblöcke bereits im Oktober 2010 widerrufen wurden. Damit reagiere man auf die rechtliche Unsicherheit. Sollte der Neubau nicht Wirklichkeit werden, wäre ohne die alten Kraftwerksblöcke eine Versorgung der Region mit Strom nicht mehr zu hundert Prozent zu garantieren, so der Stromanbieter. Für den Weiterbetrieb der alten Kraftwerksblöcke habe der Konzern einige Millionen in die Nachrüstung von Filteranlagen investiert.
Kraftwerksgegner: Stromanbieter malt Horrorszenario
Der Geschäftsführer des BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland) in Nordrhein-Westfalen, Dirk Jansen, hält nichts von dem Horrorszenario, dass der Stromanbieter zeichne, wenn er sage, dass die Stromversorgung ohne die alten Kraftwerksblöcke gefährdet sei. Zudem sei eine Rücknahme der Stilllegung gar nicht so ohne Weiteres möglich. Die Filternachrüstung hätte nach der Rechtsauffassung Jansens ohnehin bereits 2007 vom Stromanbieter durchgeführt werden müssen. Auch die Grünen bezweifeln, dass eine Wiederinbetriebnahme einfach so möglich ist, nachdem die Betriebserlaubnis für Ende 2012 bereits erloschen sei. Das Umweltministerium in Düsseldorf wartet derzeit noch auf ein eigenes Gutachten, bevor über die verlängerte Betriebserlaubnis entschieden wird.
