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Atommüll: Castor rollt in Richtung Lubmin
Atommüll: Castor rollt in Richtung Lubmin16.02.2011, 16:24 Uhr
Der jüngste Castor-Transport ist unterwegs in das Zwischenlager Lubmin, wo der Atommüll aus der ehemaligen Wiederaufbereitungsanlage in Karlsruhe abgestellt werden sollCastor passiert Bayern ohne ZwischenfälleDie fünf Castor-Behälter sorgen wie üblich für die begleitenden Proteste der Atomkraftgegner. Die genaue Route des Zuges ist geheim, passierte am Mittwoch aber den Hauptbahnhof im bayerischen Würzburg und hat am Mittag Bayern verlassen. Zuvor hatten allein in Baden-Württemberg rund 1.000 Polizisten für die Sicherheit des Transports gesorgt, der in der Nacht das Gelände der Wiederaufbereitungsanlage in Karlsruhe verlassen hatte. Einige Hundert Demonstranten waren von der Polizei weggetragen worden, nachdem sie die Gleise blockiert hatten. Zu größeren Gewalttaten kam es nicht, lediglich vereinzelt gab es kleinere Vorfälle.
Gegner kritisieren Castor als Westmüll, der nach Lubmin kommt
Am Donnerstag soll der Castor-Transport das atomare Zwischenlager Nord in Lubmin erreichen. Die Castorgegner kritisieren vor allem, dass der Atommüll aus dem Westen nicht dort gelagert wird, wo er erzeugt wurde, sondern in das Zwischenlager nach Mecklenburg-Vorpommern gebracht wird. Ursprünglich sollte dort nur Atommüll aus ehemaligen DDR-Atomkraftwerken eingelagert werden. Da dort aber noch genügend Raum für weitere Castor Behälter ist, wird diese Möglichkeit immer öfter auch für den sogenannten Westmüll genutzt. Der vorläufig letzte Castor-Transport wird am Donnerstag gegen 5.30 Uhr in Lubmin erwartet.
