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Blutige Unruhen in Libyen lassen Öl- und Gaspreise ansteigen
Blutige Unruhen in Libyen lassen Öl- und Gaspreise ansteigen22.02.2011, 12:01 Uhr
Während in Libyen das Chaos ausbricht, steigen die Kosten für Energie an den Märkten stark an: Öl- und Gaspreise sind nach oben geschnellt und westliche Firmen evakuieren ihre MitarbeiterGaddafi antwortet mit Gewalt Energiepreise steigen anDie BASF-Tochter Wintershall, die in der Ölindustrie in Libyen tätig ist, hat die Produktion vorläufig eingestellt und das Personal nach Deutschland zurückgeholt. Grund sind die anhaltenden Unruhen in dem nordafrikanischen Land, die seit gestern extrem eskaliert sind. Von Bombenangriffen auf Demonstranten und dem Einsatz von Kampfhubschraubern ist die Rede. Einzelne Piloten haben die Befehle verweigert und sind nach Malta geflüchtet. Während Gaddafi sich stur gibt, blickt die Welt nach Libyen und fürchtet weitere Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.
Krise in Libyen könnte Gaspreise erheblich steigen lassen
Libyen gehört zu den größten Ölproduzenten in der Region und ist auch bei den Gasvorkommen ganz weit vorne. Ein Ausfall der Lieferungen hätte vor allem auch auf Deutschland Auswirkungen. Die Spritpreise an den Tankstellen befinden sich ohnehin auf Rekordniveau, wozu die Einführung des sogenannten E10-Sprits ebenfalls beiträgt. Während die Strompreise von den Preisschwankungen beim Öl wenig beeinflusst werden, könnten die Gaspreise durch die Libyen-Krise deutlich anziehen. Ein längerer Bürgerkrieg könnte sich wie auch die weiteren Entwicklungen in der Region - auch auf andere Energieprojekte in ganz Nordafrika auswirken. Speziell die Vorhaben um erneuerbare Energien mit dem Wüstenstromprojekt Desertec könnten wackeln. Kritiker hatten stets vor der möglichen politischen Instabilität der Region gewarnt, die nun schneller als befürchtet Wirklichkeit geworden ist.
