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Brüderle: Strompreise sollen durch neue Stromnetze nicht explodieren
Brüderle: Strompreise sollen durch neue Stromnetze nicht explodieren23.02.2011, 12:35 Uhr
Mit einer nationalen Plattform zum Ausbau der Stromnetze will Bundeswirtschaftsminister Brüderle (FDP) Genehmigungsverfahren verkürzen und die Bürger stärker beteiligenSteigen die Strompreise zwangsläufig?Der Umstieg auf die erneuerbaren Energien ist nur mit einem konsequenten Ausbau der Stromnetze möglich. Brüderle sagte am Dienstag, dass der Strom aus Windkraftanlagen in der Nordsee auch zum Verbraucher kommen müsse. Dafür sind seiner Ansicht nach Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe erforderlich, die allerdings die Strompreise für Endverbraucher nicht explodieren lassen dürften. Damit widerspricht Brüderle erneut der Einschätzung von EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU), der einen Anstieg der Strompreise durch den Ausbau der Stromnetze für unvermeidlich hält.
Ausbau der Stromnetze soll bis 2020 deutlich vorankommen
Brüderle plant, den Ausbau in den kommenden zehn Jahren kräftig voranzutreiben, damit das ganze Land mit Ökostrom versorgt werden kann. Ein Problem sind die Widerstände, die aus den Reihen der Bürger kommen, welche keine neuen Hochspannungsleitungen in ihrer Umgebung haben wollen. Brüderle zufolge soll daher auch der Ausbau mit Erdkabeln forciert werden. Dies sei aber nicht überall möglich und koste zudem bis zu acht Mal soviel wie vergleichbare Freileitungen. Für die Stromanbieter und Netzbetreiber sollen die Voraussetzungen und Genehmigungsverfahren deutlich vereinfacht werden.
