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Ökostrom: Hohe Strompreise für Mogelpackung?
Ökostrom: Hohe Strompreise für Mogelpackung?24.02.2011, 10:44 Uhr
Für Ökostrom greifen die Verbraucher gerne tiefer in die Tasche. Doch oft stellt sich der vermeintlich grüne Strom als Mogelpackung herausZertifikate ermöglichen Ökostrom durch DeklarationDie Stromanbieter möchten natürlich nicht den Begriff Mogelpackung hören. Doch für Verbraucherschützer und Umweltorganisationen wie Greenpeace liegt der Verdacht nahe, dass sich manche Versorger ein grünes Image geben und normalen Strom als Ökostrom deklarieren, mithin aber die üblicherweise höheren Strompreise dafür verlangen. Zu allem Übel ist dieses Vorgehen auch noch vollkommen legal. Durch den Handel mit sogenannten Grünstromzertifikaten, die in ganz Europa den Besitzer wechseln, können Stromanbieter bei gestiegener Nachfrage auch solchen Strom als Ökostrom deklarieren, der überhaupt nicht aus regenerativen Quellen stammt.
Strompreise für Ökostrom sind meist höher
Für Greenpeace ist dadurch die Gefahr des Missbrauchs sehr hoch. Als aktuelles Beispiel nannten die Umweltschützer den Ökostrom-Tarif der Münchner Stadtwerke. Der Chef der Stadtwerke hält diese Möglichkeit nicht nur für legitim, sondern sogar für unverzichtbar, um der Nachfrage nach Ökostrom zu allen Zeiten nachkommen zu können. Verbraucher, die Wert auf echten Ökostrom legen, sollten sehr darauf achten, aus welchen Quellen ihr Stromanbieter die Energie bezieht. Und auch aus finanzieller Sicht macht es für Kunden Sinn, wachsam zu sein. Denn warum sollte man Strompreise auf Ökostrom-Niveau zahlen, wenn nicht wirklich Ökostrom im Spiel ist?
