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Operation Wüstenstrom: Desertec durch Situation in Nordafrika beeinträchtigt
Operation Wüstenstrom: Desertec durch Situation in Nordafrika beeinträchtigt04.03.2011, 14:56 Uhr
Die unklare politische Situation in Nordafrika könnte das Wüstenstrom-Projekt Desertec für einige Zeit verzögern, so der Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Knies in Börse OnlineUnruhen verzögern EntscheidungenAngefangen hat es in Tunesien, schwappte dann nach Ägypten über und hat nun Libyen in einen blutigen Aufstand gestürzt die revolutionäre Stimmung in Nordafrika beeinträchtigt auch Industrievorhaben. Bei Desertec sieht man bisher keinen Grund zur Panik, obwohl es zumindest kurzfristig zu Verzögerungen bei der Verwirklichung des ehrgeizigen Projekts kommen könnte. Nicht betroffen von den Unruhen ist derzeit noch Marokko, wo das Projekt nach Angaben des Desertec-Gründers Knies auch am besten vorankommt. Neben den akuten Unruhen ist vor allem die unklare politische Struktur in Nordafrika ein Problem, da in den betroffenen Ländern der Energiemarkt vom Staat geregelt wird. Daher muss nun abgewartet werden, wie es dort weitergeht.
Situation in Libyen weiter unklar
Optimistisch zeigte sich Knies für Marokko, wo ab 2015 drei bis vier solarthermische Kraftwerke für Desertec Strom produzieren könnten. Auch in Ägypten und Tunesien werde man sicher auf Interesse stoßen, meint Knies. Obwohl man dort die regenerativen Energien bislang für zu teuer hielt, könne es hier ebenfalls zu einem Umdenken kommen. Hinsichtlich Libyen will Desertec keine konkrete Prognose abgeben. Sollte die Krise dort aber über längere Zeit andauern, beträfe das auch das Wüstenstrom-Projekt. Besonders bezüglich der Flüchtlingsströme hält Gerhard Knies Desertecaber für ein Element, das zur Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort und somit zu einer besseren wirtschaftlichen Situation für die dortige Bevölkerung beitragen könne.
