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Stromanbieter Vattenfall verzichtet auf Müllheizkraftwerk
Stromanbieter Vattenfall verzichtet auf Müllheizkraftwerk04.03.2011, 14:59 Uhr
Das geplante Kraftwerk für Erstatzbrennstoffe (EBS) im schwäbischen Schelklingen wird doch nicht gebaut.Stromanbieter und Zementwerk ziehen Vorhaben zurückGemeinsam mit der Firma Heidelberg Cement wollte der Stromanbieter Vattenfall eigentlich ein neues Heizkraftwerk für Ersatzbrennstoffe bauen. Doch nicht die Proteste der Bürger oder der schwelende Streit mit der Stadt Schelklingen haben zu der Entscheidung geführt, das Projekt zu beenden. Vielmehr hat die Politik den Investoren einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mitte Februar hatte die Bundesregierung beschlossen, das Emissionshandelssystem auch auf bestimmte Anlagen für die Verwertung von Ersatzbrennstoffen auszudehnen. Nach Angaben der Unternehmenssprecherin von Heidelberg Cement wäre das Heizkraftwerk somit in den Emissionshandel gefallen. Für den Stromanbieter Vattenfall und Heidelberg Cement hätte das hohe Abgaben bedeutet, die das Kraftwerk letztlich unrentabel gemacht hätten.
Haben Proteste den Stromanbieter vor Verlusten bewahrt?
Die Bürgerinitiative Pro Schelklingen äußerte sich enthusiastisch über die Entscheidung der Unternehmen, das Heizkraftwerk doch nicht zu bauen. Ein Rechtsberater der Stadt äußerte in der Südwest Presse die Ansicht, dass der Stromanbieter Vattenfall durch den Protest gegen das Kraftwerk vor Schaden bewahrt worden sei, da man dort in ein unrentables Vorhaben investiert hätte. Müllheizkraftwerke sind für die Industrie ein beliebtes Mittel, um Energiekosten zu senken und gleichzeitig Entsorgungsprobleme zu lösen. Dennoch war in diesem Fall der Bau einer rentablen EBS-Anlage nach der Entscheidung der Bundesregierung offenbar nicht mehr möglich.
