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Linke: Hohe Strompreise durch Monopol der Stromanbieter verursacht
Linke: Hohe Strompreise durch Monopol der Stromanbieter verursacht07.03.2011, 16:57 Uhr
Die Linke im Bundestag beklagt die hohen Strompreise und wirft der Bundesregierung Untätigkeit vor. Die Verbraucher würden über die Steckdose abgezocktErhöhung der Strompreise wegen EEG-Umlage völliger UnsinnSchon im November 2010 hatte die Linke einen Antrag im Bundestag eingebracht, der zum Ziel hatte, die Stromnetze zu verstaatlichen und die Stromversorgung zu rekommunalisieren. Angesichts der inzwischen stark gestiegenen Strompreise bestehe hier ein dringender Handlungsbedarf, so die Partei in einer Pressemitteilung. Die Kunden müssten die Zeche für die Milliardengewinne der vier großen Stromkonzerne zahlen. Dabei beruft die Linke sich auf eine Analyse unseres Partners Verivox, derzufolge deutsche Verbraucher wegen der EEG-Umlage rund 1,3 Milliarden Euro zu viel an die Stromanbieter zahlen. Die Behauptung der Versorger, dass die EEG-Umlage eine Erhöhung der Strompreise erfordere, bezeichnete die Partei in ihrer Mitteilung als völligen Unsinn.
Linke fordert Preisaufsicht für Stromanbieter
Der Linken zufolge sei es nicht einzusehen, dass die Strompreise ständig steigen, obwohl die Kosten für Windräder und Solaranlagen seit Jahren sinken. Die Umweltabgabe müsse nur als Sündenbock für hohe Strompreise herhalten. Sowohl die Spekulation auf den Strommärkten als auch die fehlende Preisaufsicht seien neben der kartellartigen Marktmacht der Stromanbieter die wahren Gründe für den teuren Strom. Statt sich für eine umwelt- und verbraucherfreundliche Politik einzusetzen, tue die Bundesregierung nichts, um die Situation zu ändern, kritisierte die Oppositionspartei. Schwarz-Gelb stärke indes die Macht der Konzerne mit der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke, die weitere 70 Milliarden Euro in die Kassen der Stromanbieter spüle.
