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Strompreise: EEG-Umlage zu hoch berechnet
Strompreise: EEG-Umlage zu hoch berechnet07.03.2011, 17:01 Uhr
Die gestiegene EEG-Umlage war der Vorwand für die meisten der 750 Versorger, die ihre Tarife in diesem Jahr angehoben haben. Doch offenbar zahlen die Kunden 1,3 Milliarden Euro zu vielStrompreise stiegen wegen Erhöhung der EEG-UmlageDie Stromanbieter haben sich fast sämtlich im Chor darauf berufen, dass die Strompreise aufgrund der drastisch gestiegenen EEG-Umlage zu steigen hätten. Grundlage für die Anhebung der Umlage waren die Berechnungen der vier Übertragungsnetzbetreiber, die im Oktober 2010 die Höhe der Ökostrom-Umlage für 2011 bekanntgaben. Aber nun stellt sich heraus, dass diese Einschätzung falsch war. Da im Jahr 2010 deutlich weniger Solaranlagen installiert wurden als von den Übertragungsnetzbetreibern angenommen, hätte ein Anstieg der EEG-Umlage auf 2,7 Cent pro Kilowattstunde ausgereicht, so das Bundesumweltministerium. Tatsächlich stieg sie aber auf 3,5 Cent und trieb damit die Strompreise sprunghaft nach oben.
Rechenfehler wird Strompreise nicht automatisch wieder sinken lassen
Unser Partner Verivox hat weitere Berechnungen zu dem Thema angestellt und ermittelt, dass aufgrund des Rechenfehlers insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro zu viel von den Kunden bezahlt werden. Zwar wird die Differenz der zu viel berechneten EEG-Umlage zwischen Übertragungsnetzbetreibern und den Energieversorgern bei der nächsten Berechnung für 2012 verrechnet, aber ob für die Kunden deswegen die Strompreise auch entsprechend sinken, darf durchaus bezweifelt werden. Selbst wenn die Tarife gesenkt würden, stellen die zu viel gezahlten Beträge einen gewaltigen und mithin zinslosen Kredit der Verbraucher an die Stromanbieter dar. Der Ausdruck Verbraucherkredit bekommt so eine völlig neue Bedeutung.
