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Stromausfall im Bundestag: Stromanbieter muss Kabel flicken
Stromausfall im Bundestag: Stromanbieter muss Kabel flicken08.03.2011, 15:55 Uhr
Der Bundestag musste am Dienstag seit den Morgenstunden ohne Strom auskommen. Ein Kabel wurde offenbar bei Bauarbeiten beschädigtStromanbieter stellt Stromversorgung wieder herSeit dem Morgen sitzen die Mitarbeiter des Bundestags und der Bundestagsverwaltung teilweise im Dunkeln. Der Strom ist wegen eines durchtrennten Kabels sowohl im Reichstagsgebäude als auch in einigen Verwaltungsgebäuden im Regierungsviertel ausgefallen. Schuld daran sollen Bauarbeiten sein, die derzeit in einer nahen Straße durchgeführt werden. Der Stromanbieter Vattenfall arbeitet daran, die Unterbrechung der Stromversorgung bis zum Nachmittag wieder zu beheben. Das Unternehmen geht in einer Erklärung davon aus, dass dies bis 16 Uhr erledigt sein wird. Die Telefonverbindungen sind von dem Stromausfall offenbar nicht betroffen, wobei viele moderne Telefonanlagen ohne Strom allerdings ebenfalls nicht funktionieren dürften.
Wie leicht ist es, der Regierung den Strom abzustellen?
Zwar ist ein solcher Stromausfall nichts Außergewöhnliches, doch stellt sich die Frage, wie leicht es ist, die Stromversorgung im Regierungsviertel zu stören. Besonders hinsichtlich der baulichen Nähe des Bundeskanzleramts könnte man auf die Idee kommen, dass auch die Sicherheitslage von solchen Vorfällen betroffen sei. Immerhin wäre die Unterbrechung der Stromversorgung im Parlament in anderen Ländern ein Grund für einen ausgedehnten Sicherheits- und Terroralarm. Allerdings verfügt das Kanzleramt über eine eigene Notstromversorgung und ist nicht über die gleichen Leitungen an das Stromnetz angeschlossen wie der Reichstag. Eine solche Notstromversorgung im Kanzleramt hilft allerdings wenig, wenn ein derartiger Stromausfall beispielsweise während einer gut besuchten Sitzung des Bundestags eintreten würde. Terroristen könnten die kurzzeitige Verwirrung für ihre Zwecke ausnutzen.
