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Stromanbieter E.ON erwartet niedrigere Gewinne wegen Atomsteuer
Stromanbieter E.ON erwartet niedrigere Gewinne wegen Atomsteuer09.03.2011, 16:19 Uhr
Bei der Gewinnerwartung für 2011 erwartet Deutschlands größter Energieversorger einen Rückgang, der durch das Gasgeschäft und die Brennelementesteuer begründet wirdBrennelementesteuer belastet große StromanbieterIn Düsseldorf teilte der Stromanbieter am Mittwoch auf seiner Bilanzpressekonferenz mit, dass der Konzern im laufenden Jahr mit einem um bis zu einem Drittel niedrigeren Ergebnis rechne. Neben diversen Problemen beim Geschäft mit Gas sieht das Unternehmen vor allem die Brennelementesteuer als starke Belastung an. Die Bundesregierung hatte diese auch als Atomsteuer bezeichnete Abgabe für die Betreiber von Atomkraftwerken im Zuge der Diskussion um die Laufzeitverlängerung eingeführt. Dennoch wird E.ON auch in diesem Jahr satte Gewinne einfahren, denn selbst mit dem Rückgang wird ein Ergebnis vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen von 11,2 bis 11,9 Milliarden Euro erwartet. Vergangenes Jahr lag dieses Ergebnis noch bei 13,35 Milliarden Euro.
Stromanbieter setzt Konzernumbau fort
Gut voran kommt offensichtlich der Konzernumbau insgesamt. Der Stromanbieter hat mittlerweile bereits etwa die Hälfte der bis 2013 geplanten Spartenverkäufe zum Schuldenabbau umgesetzt. Insgesamt sind bis dahin Verkäufe im Wert von rund 15 Milliarden Euro geplant. Die Brennelementesteuer wird für E.ON voraussichtlich Kosten in Höhe von knapp einer Milliarde Euro verursachen. Allerdings erwarten Experten, dass die Konzerne diese Kosten zum Teil durch eine Minderung der Gewerbesteuer an den Standorten der Atomkraftwerke wieder einsparen können. Bis zum Jahr 2013 will der Stromanbieter mit seinem Ergebnis wieder die Werte vom vergangenen Jahr erreichen.
