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Kernschmelze: Situation im Atomkraftwerk Fukushima I weiter dramatisch

Kernschmelze: Situation im Atomkraftwerk Fukushima I weiter dramatisch14.03.2011, 13:57 Uhr

Die Meldungen über die Vorgänge im Atomkraftwerk Fukushima I könnten nach dem Erdbeben in Japan kaum dramatischer sein. In zwei Blöcken gab es Explosionen, ein dritter kann nicht mehr ausreichend gekühlt werdenExplosion im dritten Reaktor, Kernschmelze im Gang?
Am Samstag hatte die Explosion von Wasserstoff die Verschalung des Reaktorgebäudes von Block Eins des Atomkraftwerks Fukushima I abgesprengt. Angeblich wurde der innere Druckbehälter nicht beschädigt. Ähnliches geschah in der vergangenen Nacht im Reaktor Nummer Drei, wo auch eine Explosion das Gebäude zerstörte, bei der mehrere Arbeiter verletzt wurden. Die japanische Regierung betonte erneut, dass „wahrscheinlich nicht viel“ Radioaktivität ausgetreten sei. Auch diesmal sei die Schutzhülle noch intakt. Beide Reaktoren zeigen somit Zeichen einer Kernschmelze. Da niemand hineinschauen kann, ist nicht sicher, wie schlimm die Situation wirklich ist. Anhand der Zusammensetzung der austretenden radioaktiven Isotope lesen Experten in aller Welt aber zumindest eine zunehmende Gefahr eines sogenannten Meltdown ab, der entweder bevorsteht oder bereits im Gang ist.

Auch zweiter Kraftwerksblock hat Kühlwasserleck
Auch der Reaktor Nummer Zwei des AKW Fukushima I ist nun akut von einer Kernschmelze bedroht. Wie zuvor in den anderen beiden Reaktoren der Anlage ist der Kühlwasserstand extrem abgefallen; die Brennstäbe werden nicht mehr vollständig bedeckt, wodurch keine ausreichende Kühlung des Reaktors erfolgt. Sollte der Vorgang sich ebenso entwickeln wie zuvor, droht auch hier demnächst eine Explosion von Wasserstoff, wenn der Druck im Gebäude zu groß wird. Die Evakuierungen gehen im Großraum Fukushima weiter, obwohl die Infrastruktur nach dem Erdbeben wortwörtlich zusammengebrochen ist.



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