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Laufzeitverlängerung ausgesetzt: Sieben Atomkraftwerke vom Netz
Laufzeitverlängerung ausgesetzt: Sieben Atomkraftwerke vom Netz15.03.2011, 14:52 Uhr
Die Auswirkungen der Aussetzung der Laufzeitverlängerung betreffen zunächst sieben Atomkraftwerke, wie Bundeskanzlerin Merkel am Dienstag mitgeteilt hatAlle Atomkraftwerke betroffen, die vor 1980 ans Netz gingenFünf Atomkraftwerke werden demzufolge für die Dauer des Moratoriums vom Netz genommen, während zwei weitere Kraftwerke abgeschaltet bleiben, die derzeit ohnehin nicht in Betrieb sind. Im Detail betreffe die Maßnahme alle Atomkraftwerke, die vor 1980 ans Netz gegangen seien, so Merkel, die sich am Morgen mit den Ministerpräsidenten der Länder getroffen hatte, in denen Atommeiler stehen. Die weiteren neun deutschen Kernkraftwerke können während der Überprüfung der Sicherheitslage in den kommenden drei Monaten in Betrieb bleiben. Gestern hatte die Bundesregierung eine Aussetzung der Laufzeitverlängerung beschlossen, um damit eine neue Risikobewertung nach den Ereignissen in Japan vornehmen zu können.
Röttgen: Abgeschaltete Reaktoren sollen nicht mehr ans Netz gehen
Das Moratorium für die Laufzeitverlängerung wurde von der Opposition als unzureichend bezeichnet. Unklar ist bislang noch, welche Auswirkungen die Außerbetriebnahme der Atomkraftwerke langfristig hat. Bundesumweltminister Röttgen sagte gestern, dass er davon ausgehe, dass die jetzt abgeschalteten Reaktoren nicht mehr ans Netz gehen würden. Inzwischen scheint auch eine große Mehrheit der Bevölkerung gegen längere Atomlaufzeiten zu sein. Laut einer ARD-Umfrage sprechen sich 80 Prozent der Befragten für eine Aussetzung und eine generelle Rücknahme der Laufzeitverlängerung aus.
