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Maßnahmen für Atomkraftwerk Fukushima nur noch Sterbehilfe?
Maßnahmen für Atomkraftwerk Fukushima nur noch Sterbehilfe?16.03.2011, 10:00 Uhr
Ein französischer Experte hat die verzweifelten Bemühungen der japanischen Regierung, die Situation im Atomkraftwerk Fukushima I unter Kontrolle zu bringen, als Sterbehilfe bezeichnetMehrere Feuer in verschiedenen ReaktorenDie Lage im Atomkraftwerk Fukushima I wird von Minute zu Minute schlimmer und unübersichtlicher. Widersprüchliche Meldungen haben in der vergangenen Nacht von mehreren Bränden in verschiedenen Reaktoren berichtet, die aber zwischendurch immer wieder gelöscht wurden. Wie die Situation sich tatsächlich entwickelt, ist völlig unklar. Von außen sind große Dampf- oder Rauchwolken zu sehen, deren Ursache ebenfalls nicht geklärt ist. Der japanische Regierungssprecher äußerte die Vermutung, dass die Schutzhülle von Reaktor 3 beschädigt sein könnte.
Hohe Strahlungswerte Situation offenbar außer Kontrolle
Unterdessen wurden die Lösch- und Kühlungsarbeiten im AKW Fukushima unterbrochen. Aufgrund der hohen Strahlungswerte können nach Angaben der Regierung derzeit nicht einmal geringfügige Arbeiten verrichtet werden. Die letzten verbliebenen 50 Mitarbeiter mussten zwischenzeitlich den Schauplatz räumen. Fernsehbilder zeigten Transporthubschrauber vom Typ CH-47, die mit Löschbehältern Wasser in Richtung des Atomkraftwerks transportieren. Ein französischer Kernkraft-Experte sagte im Fernsehen, dass man kaum noch von einem Management der Katastrophe sprechen könne. Vielmehr handele es sich um Sterbehilfe, so der Franzose wörtlich.
