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Stromanbieter EnBW schaltet zwei Atomkraftwerke ab
Stromanbieter EnBW schaltet zwei Atomkraftwerke ab17.03.2011, 13:52 Uhr
Die Entscheidung für ein Moratorium zur Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke zeigt erste Auswirkungen: Der Energiekonzern EnBW schaltete in der Nacht zwei Reaktoren abAlte Atomkraftwerke müssen vom NetzMit der Abschaltung der Atomkraftwerke Neckarwestheim I und Philippsburg I kommt der Stromanbieter einer Anordnung des Umweltministeriums in Baden-Württemberg nach. Angaben des Unternehmens zufolge entspricht der jetzige Betriebszustand der Reaktoren dem Status einer Revision. Zuvor hatte die Landesregierung in Stuttgart auch die formalen Voraussetzungen für eine Abschaltung der Atomkraftwerke geschaffen, um die Anordnung wirksam werden zu lassen. Die Bundesregierung hatte am Dienstag eine dreimonatige Aussetzung der Laufzeitverlängerung verkündet, um die Sicherheitslage neu überprüfen zu lassen. Dabei wurde eine vorläufige Abschaltung der sieben ältesten Reaktoren verfügt, die vor dem Jahr 1980 ans Netz gegangen waren.
Stromanbieter RWE hält am Atomkraftwerk Biblis A fest
In Hessen hält der Stromanbieter RWE indes am Betrieb des umstrittenen Reaktors von Biblis A fest. Vorstandsmitglied Jäger erklärte am Mittwoch gegenüber dem Hessischen Rundfunk, dass RWE keinen Grund sehe, die Laufzeitverlängerung in Frage zu stellen. Die Weisung, das Atomkraftwerk Biblis A herunterzufahren, lasse man rechtlich überprüfen. Block B ist derzeit wegen einer Revision ohnehin nicht am Netz. Das hessische Umweltministerium hatte am Dienstag erklärt, dass Biblis A nach Ende des Moratoriums wohl nicht mehr in Betrieb gehen könne. Gleichzeitig verteidigte die Bundesregierung das Moratorium gegen rechtliche Bedenken der Opposition. Die Aussetzung der Laufzeitverlängerung erfordere keinen neuen Parlamentsbeschluss, so die Ansicht der Regierung. Verfassungsrechtler hatten bemängelt, dass die Regierung nicht einfach ein Gesetz außer Kraft setzen könne.
