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Müssen die Strompreise wirklich wegen Atom-Moratorium steigen?
Müssen die Strompreise wirklich wegen Atom-Moratorium steigen?18.03.2011, 15:20 Uhr
Politik und Teile der Wirtschaft haben nicht lange gezögert, die Bürger nach Verkündung des Moratoriums auf höhere Strompreise vorzubereiten. Aber muss die Energie wirklich teurer werden?Strompreise durch langfristige Einkäufe stabil?Schon kurz nach dem Bekanntwerden der Aussetzung der Laufzeitverlängerung wiesen Vertreter von Industrie, Politik und AKW-Betreibern darauf hin, dass die Strompreise ohne die Atomkraftwerke deutlich steigen könnten. Auch Bundeskanzlerin Merkel (CDU) hält dies zumindest für möglich. Unterstützt wird diese Ansicht von diversen Wirtschaftsforschern. Doch auf der anderen Seite gibt es ebenso viele Stimmen, die einen Anstieg der Strompreise nicht für zwingend halten. Vor allem ein rascher Anstieg der Stromtarife dürfte aufgrund der langfristigen Preisbildung an der Strombörse kaum zu rechtfertigen sein, so einige Experten. Immerhin kaufen die meisten Stromanbieter ihre Stromkontingente mehrere Jahre im Voraus ein, so dass das Atom-Moratorium sich hier nicht in absehbarer Zeit auswirken dürfte.
Experten nicht einig über Auswirkungen auf Strompreise
Doch auch nach Ablauf einer gewissen Zeit sehen einige Wirtschafts- und Energieexperten keine Notwendigkeit dafür, die Strompreise merklich steigen zu lassen. Die effektive Verteuerung der Energie wäre nach Meinung von Uwe Leprich (Hochschule für Wirtschaft und Technik des Saarlandes) nur marginal. Dies sagte Leprich laut Focus Online. Wenn überhaupt, sei mit einem Anstieg der Strompreise an der Strombörse von höchstens 0,2 bis 0,5 Cent pro Kilowattstunde zu rechnen. Andere Experten erwarten hingegen laut Bild-Zeitung einen Preissprung um bis zu drei Cent. Für die Verbraucher kann dies nur bedeuten, in Zukunft noch stärker auf einen Vergleich der Stromanbieter zu setzen.
