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Atomkraftwerke: Seehofer will keine Rückkehr zu alten Positionen
Atomkraftwerke: Seehofer will keine Rückkehr zu alten Positionen23.03.2011, 13:55 Uhr
Der bayerische Ministerpräsident will auf keinen Fall zur alten Atompolitik zurückkehren. Die Ereignisse in Japan haben für ihn alles verändertSeehofer: Von neuer Atompolitik bringt mich keiner mehr runterHorst Seehofer (CSU) hat davor gewarnt, nach dem Ablauf des dreimonatigen Moratoriums zur Laufzeitverlängerung zur alten Atompolitik zurückzukehren. Falls in Japan die ganz große Atomkatastrophe ausbleibe, könne mancher Stromanbieter und Politiker aus den eigenen Reihen dazu verführt werden, zu den alten Zuständen zurückkehren zu wollen, erklärte der bayerische Ministerpräsident sinngemäß am Dienstag gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Das Thema Atom werde nicht mehr verschwinden. Eine Umkehr zu den alten Verhältnissen sei mit ihm daher nicht zu machen. Davon werde ihn auch niemand mehr runterbringen, so der CSU-Chef wörtlich.
Söder: Atomzeitalter geht nach Katastrophe von Fukushima zu Ende
Auch der bayerische Umweltminister Markus Söder (CSU) äußerte sich ähnlich. Dem Stern sagte der Minister in einem Interview, dass er es begrüßen würde, wenn die nun abgeschalteten sieben Atomkraftwerke nie wieder ans Netz gingen. Dies würde der CSU als politisches Signal gut tun, so Söder. Die geistige Grundarchitektur habe sich nach der Katastrophe im Atomkraftwerk von Fukushima in Japan geändert. Das Atomzeitalter geht zu Ende. Auch in Bayern, erklärte der Politiker, fügte aber hinzu, dass zuvor der Ausbau der Stromnetze und Speicherkapazitäten forciert werden müsse. Erneut forderte er für diese Zwecke ein Investitionsprogramm des Bundes in Höhe von sechs Milliarden Euro.
