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Strompreise: Aigner warnt Stromanbieter vor Erhöhung
Strompreise: Aigner warnt Stromanbieter vor Erhöhung23.03.2011, 13:59 Uhr
Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat die Energiekonzerne nachdrücklich davor gewarnt, das Atom-Moratorium zur Erhöhung ihrer Tarife zu missbrauchenAigner: Kein Vorwand für weitere StrompreiserhöhungNach dem von der Bundesregierung verhängten Moratorium für längere Atomlaufzeiten ist die Diskussion um die Energiepolitik und höhere Strompreise voll entbrannt. Grund genug für die Verbraucherschutzministerin, die Stromanbieter vor einer Ausnutzung der Lage und einer unmäßigen Preispolitik zu warnen. Die vorübergehende Abschaltung der älteren Atomkraftwerke dürfe nicht als Vorwand dienen für die nächste Erhöhung der Strompreise, so Ilse Aigner. Die Verbraucher müssten jederzeit nachvollziehen können, warum die Tarife erhöht werden.
Aigner fordert Stromanbieter zu mehr Transparenz auf
Ferner müsse für die Verbraucher ersichtlich sein, ob eine Anhebung der Strompreise überhaupt gerechtfertigt sei, erklärte Aigner weiter. Gegen ungerechtfertigte Strompreiserhöhungen könnten die Kunden sich mit dem Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter wehren. Aigner kritisierte auch, dass der Wettbewerb am Strommarkt noch immer zu wünschen übrig lasse. Nach Meinung von Experten für den Energiemarkt spielt das Wechselverhalten der Kunden eine nicht zu unterschätzende Rolle. Stromanbieter, die kaum mit einer Abwanderung von Stammkunden zu tun haben, sehen keinen Grund, ihre Tarife zu senken. Noch immer bezieht ein großer Teil der Stromkunden die Energie über Grundversorgungstarife, die am teuersten sind. Selbst, wer beim gleichen Stromanbieter bleiben möchte, sollte sich zumindest einen besseren Tarif aussuchen. Auch hierbei sind Stromrechner von großem Nutzen.
