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Bundesnetzagentur: Strompreise müssen durch Netzausbau nicht stark steigen

Bundesnetzagentur: Strompreise müssen durch Netzausbau nicht stark steigen28.03.2011, 13:29 Uhr

Der Ausbau der Stromnetze wird teuer, soviel ist klar. Doch dass deswegen auch kurzfristig die Preise steigen müssen, bezweifelt die NetzagenturKeine Belastung der Strompreise durch Streckung der Investitionen
Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, dass sich die notwendigen Investitionen in den Ausbau der Stromnetze nur moderat auf die Strompreise auswirken würden. In der Samstagsausgabe der Zeitung führte er aus, warum die Behörde dieser Ansicht ist. Zur Zeit werden für Bau und Betrieb der Hochspannungsleitungen in Deutschland etwa 2,5 Prozent der Strompreise veranschlagt. Bei einem massiven Netzausbau würden die Kosten hinsichtlich Betriebsdauer und Abschreibungen aber über eine Zeit von mehreren Jahrzehnten hinweg gestreckt, weswegen eine sofortige und drastische Anhebung der Strompreise wegen des Netzausbaus nicht erforderlich sei, so die Berechnungen der Behörde.

Netzausbau erfordert mindestens 20 bis 30 Milliarden Euro bis 2020
Um die Wende hin zu den erneuerbaren Energien zu erreichen, ist Kurths Einschätzung zufolge ein Netzausbau in einer Länge von mehreren Tausend Kilometern erforderlich. Hierfür müsse für die kommenden zehn Jahre ein Betrag von 20 bis 30 Milliarden Euro veranschlagt werden, so der Chef der Bundesnetzagentur weiter. Beim Einsatz von Erdkabeln könnte dieser Betrag um das Zehnfache steigen. Der Bau von Überlandleitungen stößt bei betroffenen Anwohnern oft auf großen Widerstand, weil gesundheitliche Beeinträchtigungen befürchtet werden. Bei der Verlegung von Erdkabeln gibt es diese Bedenken nicht.



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