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Nach der Wahl: Stromanbieter EnBW steht vor Umbau
Nach der Wahl: Stromanbieter EnBW steht vor Umbau29.03.2011, 13:36 Uhr
Nach dem Wahlsieg der Grünen in Baden-Württemberg steht der Stromanbieter EnBW möglicherweise vor einem grundlegenden Umbau des KonzernsGrüner Ministerpräsident will Stromanbieter umbauenIn Baden-Württemberg hat sich nach der Landtagswahl einiges geändert. So wird höchstwahrscheinlich erstmals ein Grüner Ministerpräsident in einem Bundesland regieren. Der zukünftige Landesvater, Winfried Kretschmann, sieht dabei den Umbau des Energiekonzerns EnBW als eine der dringendsten Aufgaben an. Der Stromanbieter gehört zu den großen vier Konzernen in Deutschland, die unter anderem auch Atomstrom produzieren. Ende vergangenen Jahres hatte der noch amtierende CDU-Ministerpräsident Stefan Mappus die Übernahme des Energieversorgers durch das Land Baden-Württemberg angeschoben. Durch den Regierungswechsel könnte dies nun dazu führen, dass EnBW vor großen Veränderungen steht.
Stromanbieter bekommt neuen Aufsichtsrat
Welche Veränderungen genau auf den Stromanbieter zukommen, ließ Kretschmann zunächst offen. Dringend eingreifen möchte er allerdings bei der bevorstehenden Berufung der Aufsichtsräte von EnBW. Diese Aufgabe falle der neuen Regierung zu, so der Politiker der Grünen gestern in Berlin. Allerdings finde die Hauptversammlung statt, bevor die neue Regierung gebildet werden könne. Ob der scheidende Ministerpräsident Mappus sich von den neuen Machtverhältnissen bei der Wahl der Aufsichtsräte beeindrucken lässt, bleibt abzuwarten. Kretschmann will jedenfalls auch die Kosten für die Übernahme von EnBW im Auge behalten. Er hält den Kaufpreis von 4,67 Milliarden Euro für zu hoch. Dies sei auch vor Fukushima überteuert gewesen, womit Mappus der neuen Landesregierung ein schweres Erbe hinterlassen habe, so der künftige Ministerpräsident.
