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Aus für alte Atomkraftwerke wird wahrscheinlicher

Aus für alte Atomkraftwerke wird wahrscheinlicher31.03.2011, 11:44 Uhr

Die Reaktorsicherheitskommission (RSK) hält den Schutz vor Flugzeugabstürzen bei den ältesten Atomkraftwerken für unzureichend. Damit rückt das endgültige Aus für diese Reaktoren näherAuch größere Erdbeben dürfen keine Radioaktivität freisetzen
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat die RSK mit der Prüfung der Konsequenzen beauftragt, die sich durch die Atomkatastrophe in Japan für die deutschen Atomkraftwerke ergeben. Die Frage der Sicherheit stelle sich neu, sagte Röttgen auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Chef der Reaktorsicherheitskommission, Rudolf Wieland. Zwar rechnet auch die Kommission nicht mit einem Tsunami wie in Fukushima, doch sollten die deutschen AKW daraufhin überprüft werden, ob die Reaktoren auch größeren Erdbeben standhalten können. Es müsse sichergestellt werden, dass keine Radioaktivität durch solche Vorfälle freigesetzt werden könne.

Deutsche Atomkraftwerke unzureichend gegen Flugzeuge geschützt
Das Hauptaugenmerk legt die RSK allerdings auf die Gefahr von Flugzeugabstürzen. Besonders die ältesten Anlagen verfügten über keine ausreichend dicken Hüllen, so Wieland weiter. Eine Nachrüstung lohne sich für die alten Atomkraftwerke kaum. In der Konsequenz könnte dies bedeuten, dass die im Rahmen des Moratoriums abgeschalteten Atomkraftwerke endgültig stillgelegt werden. Umweltminister Röttgen lehnte eine Vorfestlegung allerdings ab. Die Prüfung soll alle Eventualitäten umfassen und sich auf die verschiedenen Gefahren erstrecken, die sich durch mögliche Terroranschläge und verschiedene Flugzeugtypen mit unterschiedlicher Treibstoffzuladung ergeben. Nach den Atomkraftwerken sollen später auch andere Atomanlagen wie Forschungseinrichtungen ähnlichen Prüfungen unterzogen werden. Zunächst haben aber die ältesten AKW Vorrang.



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