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BDEW: Strompreise werden 2011 weiter steigen

BDEW: Strompreise werden 2011 weiter steigen04.04.2011, 15:26 Uhr

Mit einem weiteren Anstieg der Strompreise rechnet der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Vor allem die hohen Steuern und Abgaben seien dafür verantwortlich, sagt der VerbandStrompreise steigen 2011 um durchschnittlich 5,3 Prozent
Energie ist teuer. In Deutschland ist sie besonders teuer, nicht zuletzt wegen hoher staatlicher Abgaben und Steuern. Ob es dabei um Benzin geht oder um Strompreise, ist dabei fast egal – immer greift der Staat dem Bürger tüchtig ins Portemonnaie. Die politischen Entscheidungen seien dann auch für die hohen Strompreise verantwortlich, sagt der BDEW. Dessen Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller erklärte am Montag auf der Hannover Messe, dass ganze 46 Prozent der Stromkosten für Endverbraucher auf Steuern und andere staatliche Abgaben entfielen. Im laufenden Jahr müssten sich die Bürger nach Ansicht von Müller dann auch weiter auf steigende Tarife einstellen. Den Berechnungen des BDEW zufolge wird ein Durchschnittshaushalt im Monat rund 72,77 Euro für Strom aufwenden müssen, was einem Anstieg von 5,3 Prozent oder 3,67 Euro monatlich im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

79 Prozent höhere Strompreise seit dem Jahr 2000
Insgesamt wären damit die Strompreise seit der Liberalisierung des Strommarktes im Jahr 2000 um immerhin 79 Prozent gestiegen. Damals musste ein vergleichbarer Durchschnittshaushalt mit Stromkosten von lediglich rund 40 Euro im Monat rechnen. Einen Hauptgrund für den Anstieg der Strompreise sieht der BDEW in der Förderung erneuerbarer Energien. Machte die EEG-Umlage im Jahr 2000 noch 38 Cent aus, sind es heute bereits 3 Euro, die von den meisten Stromanbietern auch voll auf die Strompreise aufgeschlagen werden. Ob der Wechsel in der Atompolitik die Tarife noch stärker steigen lässt, wie manche Stromanbieter prognostizieren, kann Müller laut eigener Aussage noch nicht abschätzen. Klar dürfte unabhängig von der Einschätzung des BDEW sein, dass es nicht unbedingt billiger für die Verbraucher wird. Ein Vergleich der Stromanbieter ist daher nach wie vor das beste Mittel, um Stromkosten zu senken.



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