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Ethikkommission tagt erstmals zum Atomausstieg
Ethikkommission tagt erstmals zum Atomausstieg04.04.2011, 15:36 Uhr
Zur Frage des Atomausstiegs hat die Bundesregierung eine Ethikkommission berufen, die sich mit den Herausforderungen und Konsequenzen einer Abschaltung der Atomkraftwerke beschäftigtAtomkraftwerke nicht überstürzt abschaltenErstmals tritt die Ethikkommission heute unter der Leitung des ehemaligen Bundesumweltministers Klaus Töpfer (CDU) und des Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Matthias Kleiner, zusammen. Beide äußerten sich zunächst zurückhaltend gegenüber einem schnellen Atomausstieg, halten einen Verzicht auf die Atomkraftwerke aber grundsätzlich für machbar. Töpfer warnte davor, die Sache zu überstürzen, da es nicht ausreiche, einfach abzuschalten. Deutschland müsse sich auf eine stabile Stromversorgung verlassen können, sagte der ehemalige Minister den Ruhr Nachrichten. Ähnlich äußerte sich sein Co-Vorsitzender Kleiner. Es bringe schließlich nichts, die deutschen Atomkraftwerke schnell abzuschalten, nur um dann Atomstrom aus ausländischen AKW zu importieren.
Stromanbieter warnt vor Stromausfällen
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte unter dem Eindruck der Atomkatastrophe von Fukushima die Ethikkommission eingesetzt. Sie soll bis zum 27. Mai einen Bericht vorlegen, unter welchen Bedingungen ein Atomausstieg möglich ist. Dem Gremium gehören Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kirchen an. Aufgrund dieses Berichtes will die Bundesregierung dann ihre endgültige Entscheidung treffen, wie es nach dem Auslaufen des Atom-Moratoriums weitergeht. Inzwischen warnten Vertreter der großen Stromanbieter vor Stromausfällen in Süddeutschland. Gegenüber der Welt sagte RWE-Chef Vahrenholt, dass die Stromversorgung nach der Abschaltung der Atomkraftwerke derzeit nur durch Importe gewährleistet werden könne. Bundesumweltminister Röttgen (CDU) warnte hingegen in der ARD vor Panikmache hinsichtlich Versorgungssicherheit und explodierender Strompreise.
