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Stromversorgung laut Bundesnetzagentur durch Moratorium nicht gefährdet
Stromversorgung laut Bundesnetzagentur durch Moratorium nicht gefährdet05.04.2011, 14:37 Uhr
Nach der Abschaltung von sieben Atomkraftwerken warnen einige Stromanbieter vor möglichen Stromausfällen. Die Bundesnetzagentur hält die Versorgung hingegen für absolut stabilVersorgungssicherheit in Deutschland gewährleistetMatthias Kurth, der Präsident der Bundesnetzagentur, sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass der Strombedarf in Deutschland trotz der Abschaltung der Atomkraftwerke mehr als gedeckt werden könne. In Europa gebe es den Netzbetreibern zufolge 19.000 Megawatt mehr Strom, als selbst in Spitzenzeiten nachgefragt werde. Auch bei einer Verlängerung des Atom-Moratoriums gelte dies, so Kurth. Damit tritt die Bundesnetzagentur Aussagen mancher Stromanbieter entgegen, die bereits vor großflächigen Stromausfällen in Süddeutschland warnen.
Spekulation: Stromanbieter könnten absichtlich Stromausfälle herbeiführen
Was den Ausbau der Stromnetze angeht, unterstützt die Bundesnetzagentur die Initiative von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), der den Netzausbau für die Integration der erneuerbaren Energien deutlich beschleunigen will. Kurth bemängelte hierbei die Kleinstaaterei bei der Energiepolitik. Zu viele Grundsatzdebatten würden auf lokaler Ebene geführt, wo sie nicht hingehörten. Ein Bundesnetzplan sei daher erforderlich, der die Festlegungen für den Ausbau der Stromnetze verbindlich für das gesamte Bundesgebiet regele, so der Chef der Bundesnetzagentur. Unabhängig davon äußerten einige Atomkraftgegner inzwischen sogar die Befürchtung, dass die großen Stromanbieter gezielt Stromausfälle herbeiführen könnten, um die angebliche Gefährdung der Versorgungssicherheit zu beweisen. Ein solches Verhalten wäre allerdings alles andere als rechtens und ist derzeit reine Spekulation, die bislang von keiner Seite öffentlich kommentiert wurde.
