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Stromanbieter meldet ersten Erfolg im Atomkraftwerk Fukushima

Stromanbieter meldet ersten Erfolg im Atomkraftwerk Fukushima06.04.2011, 14:08 Uhr

Der japanische Betreiber des Atomkraftwerks in Fukushima kann nach langer Zeit endlich einmal eine positive Nachricht vermelden – relativ gesehen, jedenfalls. Offenbar ist es gelungen, ein radioaktives Leck zu schließenStromanbieter verwendet Flüssigglas zur Abdichtung
Positive Nachrichten aus Fukushima gab es in den letzten Wochen so gut wie nie. Deswegen sind auch schon kleine Erfolge für den mittlerweile höchst umstrittenen Stromanbieter Tepco wichtig. Nach Angaben des Unternehmens ist es nunmehr gelungen, das Leck zu schließen, durch das große Mengen an hochradioaktivem Wasser ins Meer geflossen war. Verschlossen wurde es offenbar nach mehreren gescheiterten Anläufen durch den Einsatz von flüssigem Glas. Derzeit trete kein Wasser mehr aus, so der Stromanbieter am Mittwoch. Zuvor hatten Versuche mit Beton, Sägespänen und Kunstharz das Leck nicht verschließen können.

Situation in Fukushima weiterhin dramatisch
Trotz des Erfolgs beim Verschließen des Lecks ist die Situation in Fukushima nach wie vor mehr als ernst. Die Konzentration von radioaktivem Jod im Pazifik liegt in der Nähe des zerstörten Atomkraftwerks rund 4.800-mal höher als der zulässige Grenzwert erlaubt. Erhöhte Cäsium-Werte konnten inzwischen in Jungfischen in den Gewässern südlich des Atomkraftwerks nachgewiesen werden. Der Fischfang wurde in einem Radius von 20 Kilometern um das AKW verboten. An der Schleuse von Block 2 wurde am Samstag ein um 7,5 Millionen Mal erhöhter Jodwert gemessen. Experten sehen die Jodbelastung aber als weniger dramatisch an als die restliche Strahlung, da die Halbwertzeit von Jod nur wenige Tage beträgt und somit bereits nach rund sechs Monaten wieder auf Normalwerte absinken wird – sofern keine neue Strahlung hinzukommt. Andere radioaktive Isotope bleiben allerdings über sehr viel längere Zeiträume hinweg problematisch.



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