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Greenpeace hält Atomausstieg bis 2015 für machbar
Greenpeace hält Atomausstieg bis 2015 für machbar07.04.2011, 15:17 Uhr
Derzeit scheint eine Mehrheit in Politik und Gesellschaft für einen Ausstieg aus der Atomenergie zu sein. Uneinig ist man sich jedoch über die Zeitspannen. Greenpeace hält einen raschen Ausstieg für möglichKeine Stromausfälle, keine höheren Strompreise notwendigDie Umweltschutzorganisation Greenpeace hält eigenen Berechnungen zufolge einen Atomausstieg in Deutschland in den kommenden vier Jahren für machbar. Bis 2015 sei ein solcher Schritt möglich, ohne dass dies negative Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit, den Klimaschutz oder die Strompreise haben müsse. Schon im derzeitigen Kraftwerkspark gebe es erhebliche Überkapazitäten, die den Wegfall der Atomkraftwerke kompensieren könnten, erklärte die Organisation weiter. Die großen Stromanbieter hatten in den vergangen Wochen vor einem zu raschen Ausstieg aus der Kernkraft gewarnt, da dies nach ihrer Ansicht zu Stromausfällen und höheren Strompreisen führen würde.
51 neue nichtnukleare Kraftwerke im Bau
Diese Argumentation hält Greenpeace hingegen für nicht stichhaltig. Derzeit seien 51 neue Kraftwerke zur Energieerzeugung im Bau oder in der Planung. Darunter seien zehn Windparks auf dem offenen Meer sowie fast zwanzig Kraftwerke für Erdgas. Daher könnten die sieben ältesten Atomkraftwerke sowie der Pannenreaktor Krümmel auch in Zukunft abgeschaltet bleiben, so die Umweltorganisation unter Verweis auf die eigenen Berechnungen.
