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Energiewende: Höhere Strompreise oder Milliardensubventionen des Staats?
Energiewende: Höhere Strompreise oder Milliardensubventionen des Staats?11.04.2011, 14:46 Uhr
In der Bundesregierung gibt es höchst unterschiedliche Ansichten darüber, wie der Atomausstieg finanziert werden soll. Während die Minister Brüderle und Röttgen ein Milliardenprogramm fordern, verweisen andere Koalitionspolitiker auf eine Anhebung der StrompreiseHöhere Strompreise durch schnellen Atomausstieg?Jedem müsse klar sein, dass bei einem schnelleren Atomausstieg auch die Strompreise steigen würden, sagte der CDU-Mittelstandspolitiker Fuchs gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Er zeigte sich außerdem verwundert über die Tatsache, dass die Regierung die Pläne zur Energiewende ohne genaue Darlegung der Finanzierung umsetzen wolle. Der Bundeshaushalt dürfe durch einen vorgezogenen Atomausstieg nicht zusätzlich belastet werden. Ähnlich äußerten sich weitere Politiker der Union, so der Wirtschaftspolitiker Lauk und der Energieexperte Bareiß, der die Verbraucher auf weiter steigende Strompreise einstimmte.
Milliardenprogramm soll Energiewende beschleunigen
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) wollen hingegen ein Milliardenprogramm auflegen, um die Energiewende und den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben. In einem 6-Punkte-Plan fordern sie unter anderem größere Investitionen in Offshore-Windparks, die Erforschung von Speicherkapazitäten sowie energetische Gebäudesanierungen. Der Aktionsplan soll als Grundlage für ein Gipfeltreffen dienen, das Ende der Woche zwischen Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer stattfinden wird.
