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Atomausstieg bis 2017 ohne höhere Strompreise machbar?
Atomausstieg bis 2017 ohne höhere Strompreise machbar?11.04.2011, 14:50 Uhr
In der Diskussion um den Fahrplan für den Atomausstieg meldet sich nun auch das Umweltbundesamt (UBA) zu Wort. Dessen Präsident Jochen Flasbarth hält einen schnellen Ausstieg ohne gravierende Mehrkosten für möglichUBA: Strompreise müssen nicht steigenIn einem Interview mit der Frankfurter Rundschau äußerte sich Flasbarth optimistisch über die Möglichkeit, einen Ausstieg aus der Atomkraft bereits bis zum Jahr 2017 umzusetzen. Dies sei auch ohne höhere Strompreise und Blackouts möglich, da die Kapazitäten der deutschen Stromerzeugung dafür ausreichten, so der UBA-Präsident. Möglicherweise müsse man einige weitere Gaskraftwerke bauen, um wirklich auf der sicheren Seite zu sein. Auch müsse dies nicht bedeuten, dass mehr CO2 durch Kohlekraftwerke produziert werde, weil die EU-Grenzwerte feststünden. Die Industrie müsse dann eben mehr CO2-Zertifikate einkaufen. Deren Preis könne dadurch leicht steigen, doch eine generelle Erhöhung der Strompreise sei durch einen Verzicht auf die Atomkraft nicht zu befürchten, so der UBA-Chef.
Schon 2030 niedrigere Strompreise als heute durch Ökostrom?
Flasbarth steht mit dieser Meinung nicht alleine da. Obwohl die Stromanbieter immer wieder die Gespenster der höheren Strompreise und möglicher Stromausfälle beschwören, scheint ein Umstieg auf die erneuerbaren Energien längst keine weit entferne Zukunftsvision mehr zu sein. Experten gehen sogar davon aus, dass etwa bis zum Jahr 2030 die Strompreise niedriger sein könnten als heute, weil der Ökostrom langfristig billiger werde als der heutige Atomstrom. Für die Verbraucher ist also noch nicht klar, wie sich die Energiewende auf ihren Geldbeutel auswirkt. Daher ist ein regelmäßiger Strompreisvergleich nach wie vor empfehlenswert.
