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Röttgen: Strompreise werden wegen Energiewende nicht stark ansteigen
Röttgen: Strompreise werden wegen Energiewende nicht stark ansteigen13.04.2011, 13:02 Uhr
Keine dramatischen Preiserhöhungen erwartet der Umweltminister durch die Energiewende. Die Stromtarife werden sich seiner Ansicht nach nur sehr moderat erhöhenEnergiewende hat kaum Auswirkungen auf StrompreiseNach der Atomkatastrophe in Japan soll die Energiewende nun deutlich beschleunigt werden. Ein vorzeitiger Atomausstieg soll aber teuer sein und die Strompreise hochtreiben, wenn man den Warnungen der großen Stromanbieter glaubt. Bundesumweltminister Röttgen (CDU) sieht hingegen keinen Anlass zur Sorge. Lediglich eine sehr moderate Anpassung der Strompreise ist seiner Ansicht nach durch die Energiewende zu befürchten. Dies berichtet die Passauer Neue Presse unter Bezug auf eine Sitzung der Bundestagsfraktion von CDU/CSU. Demzufolge sei damit zu rechnen, dass die Energiewende die Preise in den nächsten Jahrzehnten lediglich um 0,1 bis 0,9 Cent pro Kilowattstunde erhöhen werde.
Merkel hält Atomausstieg für unumgänglich
Die Stromanbieter werden sich dieser Berechnung der Strompreise kaum anschließen, verweisen sie doch auf die enormen Zusatzkosten für den Ausbau der Stromnetze und den Ausfall der Atomkraftwerke, die in deren Argumentation stets als günstige Energielieferanten dienten. Offenbar sieht die Bundesregierung aber keine Alternative mehr zu einer schnellen Energiewende. Bundeskanzlerin Merkel (CDU) soll während der Fraktionssitzung von einer Zäsur gesprochen haben. Der schnellere Atomausstieg sei demnach unumgänglich. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima hatte die Regierung zunächst ein Moratorium für die Laufzeitverlängerung beschlossen, um die Sicherheit der AKW neu zu bewerten. Im Zuge dieser Maßnahme sind die ältesten Atomkraftwerke vorerst abgeschaltet worden.
