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DIW: Energiewende kostet 200 Mrd Euro und erhöht Strompreise kaum
DIW: Energiewende kostet 200 Mrd Euro und erhöht Strompreise kaum13.04.2011, 13:25 Uhr
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat errechnet, dass die Energiewende die Stromkonzerne nicht mehr als 200 Milliarden Euro kosten wird. Die Strompreise soll dies aber kaum beeinflussenSteigen Strompreise durch Energiewende?Wie die Energie-Expertin des DIW, Claudia Kemfert, gegenüber der Rheinischen Post erklärte, beläuft sich der Investitionsbedarf für die deutsche Energiewirtschaft auf maximal 200 Milliarden Euro über die nächsten zehn Jahre. Hierin enthalten seien die Kosten für den Umbau der Energiesysteme und den Ausstieg aus der Atomenergie. Die Strompreise würden sich dadurch weder für die Privatkunden noch für die Industrie spürbar verteuern müssen, so die Einschätzung des DIW. Grund dafür seien die verschiedenen Faktoren, die sich bei der Be- und Entlastung der Energiekosten bemerkbar machten.
Stromimporte werden Strompreise drücken
Die Expertin geht zwar davon aus, dass die benötigten Investitionen wie beispielsweise in den Ausbau neuer Stromnetze die Strompreise prinzipiell nach oben verschieben würden. Allerdings gebe es ebenso viele preissenkende Faktoren, die hierbei eine Rolle spielten. So verweisen die Stromanbieter im Zusammenhang mit dem Atomausstieg gerne auf die Notwendigkeit von Stromimporten aus dem Ausland. Nach Ansicht von Kemfert würden sich solche Importe aufgrund der im Ausland niedrigeren Strompreise senkend auf die Kosten hierzulande auswirken. Nicht zuletzt könnte auch der stärkere Wettbewerb auf dem Strommarkt die Tarife sinken lassen, so dass unter dem Strich kaum eine Mehrbelastung für die Kunden herauskommen würde.
