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Strompreise: Diskussion laut Bundesnetzagentur-Chef unseriös

Strompreise: Diskussion laut Bundesnetzagentur-Chef unseriös19.04.2011, 14:17 Uhr

Der Präsident der Bundesnetzagentur findet die aktuelle Diskussion um höhere Strompreise verfrüht. Ohne genaue Rahmenbedingungen für die Energiewende seien Prognosen unseriösStrompreise müssen Investitionen nicht auf einen Schlag decken
Im Bayerischen Rundfunk erläuterte Matthias Kurth am Montag seine Ansichten zur Strompreis-Debatte, die durch die anstehende Energiewende beinahe täglich neue Blüten treibt. Um eine seriöse Schätzung über die Entwicklung der Strompreise abgeben zu können, liegen seiner Meinung nach noch längst nicht alle Informationen vor. Zudem gebe es auch verschiedene Faktoren, die von Deutschland aus überhaupt nicht beeinflusst werden könnten, so Kurth weiter. Aber selbst wenn der Gesamtumfang am Ende abzusehen sei, müsse der Stromkunde die Investitionen schließlich nicht auf einen Schlag finanzieren, sondern über Jahrzehnte hinweg in kleinen Jahresraten, wodurch die Strompreise nicht von heute auf morgen ungebremst steigen würden.

Verwendete Technologien ausschlaggebend für Strompreise
Neben der Konzeption für die Energiewende sind Kurth zufolge auch die verwendeten Technologien ausschlaggebend für die Entwicklung der Strompreise. So würde die Installation von Erdkabeln für neue Stromleitungen deutlich teurer als die herkömmlichen Überlandleitungen. Letztere werden aber oft von Anwohnern der betroffenen Trassen in langwierigen Verfahren bekämpft, weil gesundheitliche Folgen durch die starke elektromagnetische Strahlung befürchtet werden. Die noch ausstehenden Baugenehmigungen für den Ausbau der Stromnetze führen laut Kurth daher zu Verzögerungen, die ein sofortiges Ansteigen der Strompreise ebenfalls unwahrscheinlich machten.



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