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Stromanbieter EnBW am Scheideweg
Stromanbieter EnBW am Scheideweg19.04.2011, 14:20 Uhr
Auf der Hauptversammlung 2011 werden die Aktionäre über die aktuelle Situation beim Energiekonzern informiert. Dieser steht angesichts der Energiewende vor tiefgreifenden Veränderungen.Stromanbieter hat 51% Atomstrom in seinem MixGleich mehrere Faktoren machen die diesjährige Hauptversammlung beim Stromanbieter EnBW wichtig für dessen zukünftige Ausrichtung. Zum einen natürlich die Energiewende, die sich bei dem auf Atomkraft ausgelegten Konzern schon allein dadurch bemerkbar macht, dass zwei der vier von EnBW betriebenen Atomkraftwerke durch das Atom-Moratorium stillgelegt worden sind. Ob sie je wieder ans Netz gehen werden, ist derzeit eher unwahrscheinlich. Darüber hinaus ist der neue Haupteigentümer von EnBW das Land Baden-Württemberg, das demnächst vom ersten grünen Ministerpräsidenten der deutschen Geschichte regiert werden wird. Der Stromanbieter liefert derzeit in seinem Strommix rund 51 Prozent Atomstrom an seine Kunden, was dem Doppelten des üblichen Durchschnitts entspricht.
Kretschmann will Stromanbieter zunächst behalten
Der designierte Ministerpräsident Kretschmann (Grüne) will die Anteile am Stromanbieter vorerst behalten, da sie nach der Atomkatastrophe von Fukushima nicht mehr so gewinnbringend veräußert werden könnten wie noch beim Kauf der Beteiligung durch CDU-Ministerpräsident Mappus gedacht wurde. Für Kretschmann ist dies aber auch eine Chance, EnBW umzubauen. Er strebt eine baldige Erhöhung des Anteils der Windenergie im Strommix auf 10 Prozent an. Der EnBW-Chef Villis sagte auf der Versammlung, dass die Kernenergie kein Dogma für den Stromanbieter sei, sondern nur eine von vielen Energieformen mit Vor- und Nachteilen, über die diskutiert werden müsse. Durch die Konzentration auf Atomstrom wird der Umbau von EnBW nach Ansicht des Energieexperten Professor Uwe Leprich allerdings lange dauern, da die Energiewende hier nicht von heute auf morgen umgesetzt werden könne. Dies sagte der Experte im ZDF.
