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Atomausstieg: Auswirkungen auf Strompreise nach wie vor unklar

Atomausstieg: Auswirkungen auf Strompreise nach wie vor unklar26.04.2011, 13:22 Uhr

Aus den höchst unterschiedlichen Einschätzungen der verschiedenen Experten lässt sich eine klare Prognose für die Entwicklung der Strompreise kaum abgebenHöhere Strompreise fast sicher – aber wie teuer wird es?
Dass der Atomausstieg höhere Kosten auch für die Verbraucher produzieren wird, ist beinahe unbestritten. Doch die Höhe der zukünftigen Strompreise wird nach wie vor kontrovers diskutiert. Eine neue Studie, die im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Industrie erstellt wurde, geht von einer Steigerung der Strompreise bis 2017 um ein Drittel aus. Etwas geringer sieht die staatliche Energieagentur Dena die Strompreisentwicklung: Rund 20 Prozent mehr erwartet man dort bei einem vorgezogenen Atomausstieg. Etwas geringer sehen DIW und Bundesumweltminister die Tarife steigen. Von 0,1 Cent bis weit über 5 Cent pro Kilowattstunde ist also alles dabei, wenn es nach den Einschätzungen der verschiedenen Experten geht.

Bundesnetzagentur warnt vor „Panikmache“
Die Lobbyisten der großen Stromanbieter warnen denn auch im gleichen Maße vor rapide steigenden Strompreisen wie vor Problemen mit der Energieversorgung. Letzteres kritisierte die Bundesnetzagentur am Wochenende erneut als „Panikmache“. Der Chef der Agentur, Matthias Kurth, sagte gegenüber Spiegel Online, dass er die Angst vor dem Blackout als wenig zielführend betrachte. Die Netzagentur befürchte keine Stromausfälle durch den Atomausstieg. Es gebe genügend technische und rechtliche Möglichkeiten, die Stromproduktion der Nachfrage entsprechend zu regulieren – auch ohne die Atomkraftwerke, die bisher abgeschaltet wurden. Weitere Abschaltungen – beispielsweise auch wegen geplanter Wartungsarbeiten – seien allerdings vorher genau in ihren Auswirkungen zu analysieren, um die Stromnetze weiterhin stabil zu halten, so Kurth.



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