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Atomausstieg unproblematisch für Stromnetze?

Atomausstieg unproblematisch für Stromnetze?28.04.2011, 14:32 Uhr

Vor einem drohenden Zusammenbruch der Stromnetze wird im Zusammenhang mit dem Atomausstieg immer wieder gewarnt. Eine Studie besagt nun, dass die Stromnetze dies deutlich besser verkraften als gedachtStudie: Stromnetze kommen mit Atomausstieg zurecht
Die Deutsche Umwelthilfe hat am Mittwoch eine Studie vorgestellt, die in ihrem Auftrag von der Universität Flensburg erstellt wurde. Der renommierte Energieexperte Olav Hohmeyer nennt in diesem Gutachten die Voraussetzungen, unter denen die Stromnetze einen Atomausstieg ohne größere Schwierigkeiten verkraften würden. Die Schaffung sowohl der technischen als auch der wirtschaftlichen Voraussetzungen sei demzufolge bis zum Jahr 2015 möglich, so das Gutachten. Es komme auch zu keinerlei Problemen mit der Stromversorgung, auch nicht im Süden Deutschlands, wie von manchem Stromanbieter immer wieder behauptet werde. Die Studie basiert diese Annahmen auf einer eingehenden Analyse der lokalen Verteilung der Atomkraftwerke, die schrittweise vom Netz genommen werden sollen. Sie wird kombiniert mit Beobachtungen der maximal zu erwartenden Nachfrage sowie der Kapazitäten der Stromnetze für einen Transfer von Energie in benachbarte Netzabschnitte.

Auch Strompreise explodieren nicht zwangsläufig
Eine sichere Stromversorgung kann dem Gutachten zufolge dadurch gesichert werden, dass die bereits genehmigten und im Bau befindlichen Kohle- und Gaskraftwerke fertiggestellt würden. Von einem Zusammenbruch der Stromnetze könne daher keine Rede sein, ebenso wenig von einer oft propagierten Explosion der Strompreise. Derzeit deute nichts darauf hin, dass die Kosten bei einem Atomausstieg zwangsläufig stark ansteigen würden. Als Beleg dafür führt die Untersuchung die aktuelle Entwicklung an der Strombörse an. Hier sei auch nach der Abschaltung der ältesten Atomkraftwerke im Zuge der Atomkatastrophe von Fukushima kein Beweis für einen sprunghaften Anstieg der Strompreise zu finden.



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