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Ethikkommission berät über Atomausstieg
Ethikkommission berät über Atomausstieg28.04.2011, 14:37 Uhr
Mit ihrer ersten Arbeitssitzung nimmt die Ethikkommission ihre Arbeit auf. Nach Vorbild von Stuttgart21 wird die Beratung live im Fernsehen übertragenAuch Stromanbieter beteiligtUm die Transparenz für die Bürger zu gewährleisten, hatte man sich für eine öffentliche Beratung entschieden, die über ihre gesamte Dauer live im öffentlich-rechtlichen Dokumentationskanal Phoenix übertragen wird. Am Morgen kamen die verschiedenen Teilnehmer aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zusammen, um über die Auswirkungen und Möglichkeiten eines Atomausstiegs in Deutschland zu debattieren. Zu den Teilnehmern gehört unter anderem auch der Chef des größten deutschen Energiekonzerns E.ON, Johannes Teyssen. Er warnte erneut vor einem zu raschen Ausstieg, der erhebliche Auswirkungen auf die Bezahlbarkeit der Strompreise haben könnte und somit die gesamte Wirtschaftsleistung betreffe. Auch seine Kinder sollten noch in einem wirtschaftlich gesunden Umfeld aufwachsen können, so Teyssen sinngemäß.
Ethikkommission soll gesellschaftlichen Konsens finden
Nicht nur Politiker und Vertreter der Stromanbieter sind geladen, sondern auch Vertreter diverser Umweltverbände, Forscher aus dem Bereich der erneuerbaren Energien und Vertreter von Stadtwerken, die hinsichtlich der lokalen Auswirkungen eines Atomausstiegs ihre Sicht der Dinge darlegen sollen. Die Ethikkommission soll die Antwort auf die Frage finden, wie eine sichere Versorgung mit Energie ohne Atomkraftwerke garantiert werden kann. Die Kommission hat dafür bis zum 28. Mai Zeit, denn zu diesem Zeitpunkt soll der Abschlussbericht vorgelegt werden. Die Bundesregierung hatte die Ethikkommission ins Leben gerufen, um einen möglichst breiten gesellschaftlichen Konsens über den Atomausstieg zu schaffen, der nach der Atomkatastrophe in Fukushima verkündet worden war.
