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Bin Laden ist tot: Deutsche Stromnetze und Atomkraftwerke Anschlagsziele?
Bin Laden ist tot: Deutsche Stromnetze und Atomkraftwerke Anschlagsziele?02.05.2011, 08:31 Uhr
Einen großen Erfolg konnte der amerikanische Präsident Barack Obama am Montag (dt. Zeit) vermelden: Osama Bin Laden ist tot. Steigt nun die Gefahr von Anschlägen auf Stromnetze und Kraftwerke?Bin Laden in Villa nahe Islamabad getötetEs hat fast zehn Jahre gedauert, bis Osama Bin Laden den Preis für seine Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon zahlen musste, bei denen am 11. September 2001 mehrere Tausend Menschen ums Leben kamen. Am Sonntag konnte nach monatelanger Vorbereitung eine Spezialeinheit der US Navy Seals Bin Laden an seinem Aufenthaltsort in Pakistan stellen. Nicht etwa in einer Höhle, sondern in einer mondänen Villa, nur rund 100 Kilometer von Islamabad entfernt. Doch dieser Erfolg bedeutet natürlich nicht das Ende des Kampfs gegen den Terrorismus. Einzelne Zellen könnten nun mit überstürzten oder vorab geplanten Vergeltungsschlägen ernsten Schaden in Europa und den USA anrichten. Nicht zuletzt die Infrastruktur für die Energieversorgung erscheint hier als ein lohnendes Ziel.
Terrorgefahr für deutsche Atomkraftwerke nun höher?
Erst vergangene Woche hatte das Bundeskriminalamt drei Terrorverdächtige festgenommen, die einen Sprengstoffanschlag in Deutschland geplant hatten. Allerdings wurden nicht alle Mitglieder der Zelle gefasst, weswegen die Terrorgefahr weiterhin abstrakt hoch einzuschätzen sei, wie Polizei und Behörden betonen. Gerade auch die Anfälligkeit von deutschen Atomkraftwerken gegen mögliche Terroranschläge bereiten Experten immer wieder Sorge und sind mit ein Grund für die Neubewertung der Sicherheitslage nach Fukushima. Ein solcher Anschlag könnte zu ähnlichen Verheerungen führen wie der Atomunfall in Japan. Aber auch die deutschen Stromnetze sind für Sabotageakte extrem anfällig. Mit relativ wenig Aufwand könnten Umspannwerke oder wichtige Stromtrassen zerstört werden und flächendeckende Stromausfälle verursachen. Ob nun die Sicherheitsmaßnahmen noch weiter verschärft werden, wird wohl im Laufe des Tages überprüft werden müssen.
