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Studie: Strompreise für Industrie steigen stark durch Atomausstieg
Studie: Strompreise für Industrie steigen stark durch Atomausstieg02.05.2011, 09:10 Uhr
Derzeit werden beinahe täglich neue Studien veröffentlicht, die sich mit den Auswirkungen eines Atomausstiegs auf die Strompreise beschäftigen. Eine neue Studie erwartet starke Preiserhöhungen für die IndustrieStrompreise für Industrie könnten um 58 Prozent steigenAuftraggeber der neuen Studie, die vom Schweizer Prognos-Institut erstellt wurde, ist die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw). Wirtschaftsvertreter warnen schon seit einiger Zeit vor starken Auswirkungen auf die Strompreise, die speziell die Schwerindustrie und alle energieintensiven Betriebe treffen würden. Damit könnte die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Firmen bei einem schnellen Atomausstieg gefährdet sein, so die Befürchtungen. Diese Sicht der Dinge scheint die neue Studie nun laut einem Bericht der Welt zu bestätigen. Bis zum Jahr 2020 erwartet das Institut einen Anstieg der Strompreise um bis zu 38 Prozent. Weitere fünf Jahre später könnte die Preiserhöhung sogar bis zu 58 Prozent betragen, so die Prognose. Vergleichszeitraum sind jeweils die Strompreise vom Jahr 2010.
vbw: Industrie vor höheren Strompreisen schützen
Andere Studien kommen hier zu deutlich differenzierteren Ergebnissen. Speziell für die privaten Haushalte erwarten viele Beobachter keine unbezahlbaren Strompreise. Hier werden Steigerungen von nicht mehr als rund zehn Euro im Monat erwartet. Bei der Schwerindustrie sieht die Sache aber möglicherweise auch deswegen anders aus, weil sie normalerweise günstigere Konditionen bekommen als die Privatkunden. Dementsprechend könnte der Spielraum für Preiserhöhungen hier deutlich größer sein. Der vbw-Vorsitzende Bertram Brossardt sagte der Zeitung, dass die Industrie von allen Strompreiserhöhungen ausgenommen werden müsse, um den deutschen Industriestandort nicht auszuhöhlen. Außerdem warnte er vor einer zu raschen Festlegung auf einen schnellen Atomausstieg.
