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EU berät über Stresstests für Atomkraftwerke
EU berät über Stresstests für Atomkraftwerke03.05.2011, 13:33 Uhr
Die Sicherheit aller Atomkraftwerke in der Europäischen Union soll mit Hilfe von Stresstests überprüft werden. Doch was passiert, wenn ein AKW nicht besteht?Stresstest für AKW unterhalb deutscher Standards?Kurz nach dem Atomunfall in Fukushima hatten sich die EU-Regierungen darauf geeinigt, die Atomkraftwerke in der Union einem sogenannten Stresstest zu unterziehen, um die Sicherheitsstandards zu überprüfen. Aus Deutschland war damals Kritik zu hören, weil die bislang bekannten Standards für die Stresstests die strengen deutschen Vorschriften nicht erreichen und somit ein Atomkraftwerk in einem anderen EU-Land den Test gegebenenfalls bestehen könnte, während ein AKW nach deutschen Standards abgeschaltet werden müsste. Von einer Vereinheitlichung sind die EU-Staaten nach wie vor weit entfernt. Heute beraten die Energieminister der EU-Länder über die Stresstests. Völlig unklar ist bislang noch, was geschieht, falls ein Atomkraftwerk die Überprüfung nicht bestehen würde. Ob die EU dann eine Abschaltung durchsetzen kann, ist zweifelhaft.
Sichere Energieversorgung und gemeinsame Energiepolitik
Weiterhin sollen bei den Gesprächen im ungarischen Gödöllö (nahe Budapest) Gespräche über eine gemeinsame Energiepolitik der Europäischen Union geführt werden. Außerdem steht die Sicherheit der Energieversorgung insgesamt auf der Tagesordnung. An der Sitzung soll neben den zuständigen Ministern der EU-Mitgliedsstaaten auch der deutsche EU-Energiekommissar Günther Oettinger teilnehmen. Oettinger hatte schon vor der Atomkatastrophe in Japan zu einem konsequenten Ausbau der Stromnetze aufgerufen, um die erneuerbaren Energien voran zu bringen.
