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Gaspreise: Gazprom dreht an der Schraube für Europa

Gaspreise: Gazprom dreht an der Schraube für Europa03.05.2011, 14:20 Uhr

Der russische Energiekonzern Gazprom hat angekündigt, die Gaspreise für europäische Abnehmer deutlich zu erhöhen. Grund ist die höhere Nachfrage seit der Atomkatastrophe in JapanNachfrage treibt Gaspreise hoch
Nach dem Atomunfall in Fukushima haben die europäischen Staaten massiv versucht, ihren Energiemix zu verändern. Dies geht am besten mit einem Mehr an Gas, weswegen die Nachfrage deutlich nach oben gegangen ist. Höhere Nachfrage führt aber auch meist zu höheren Gaspreisen, und genau davon macht Gazprom nun Gebrauch. Für langfristige Verträge werde der Gaspreis je 1000 Kubikmeter auf rund 500 Dollar steigen, kündigte der Konzern in Moskau an. Rund ein Viertel der europäischen Gaslieferungen stammen von Gazprom. Erst im Februar hatte der russische Monopolist seine Gaspreise angehoben, von ursprünglich 308 Dollar auf dann 352 Dollar je 1000 Kubikmeter.

Ölpreis beeinflusst Gaspreise nach wie vor
Neben der höheren Nachfrage wegen Fukushima spielt aber auch der stark gestiegene Ölpreis eine Rolle, denn die großen Gasanbieter orientieren sich bei langfristigen Verträgen meist am Preis für das schwarze Gold. Wegen der kritischen Situation im Nahen Osten und Nordafrika waren die Ölpreise im ersten Quartal durch die Decke gegangen, was man in Deutschland in erster Linie an der Zapfsäule bemerkt. Die Spritpreise haben im April Rekordhöhen erreicht. Eine Abkopplung vom Ölpreis wird zwar immer wieder gefordert, weil die Gaspreise mit dem Öl eigentlich gar nichts zu tun haben sollten. Aber dagegen wehren sich die großen Konzerne noch standhaft. Verbraucher werden die Preiserhöhung mit Verzögerung spüren, je nachdem, wie langfristig ihr örtlicher Gasanbieter die Einkaufspolitik gestaltet hat. Wie immer gilt, die Gaspreise aufmerksam zu beobachten und zu vergleichen – und gegebenenfalls den Gasanbieter zu wechseln.



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Ökostrom Stromanbieter Das Ablösen von Kernkraft, Erdöl und Kohle in der Energieerzeugung hat besonders seit dem Reaktorvorfall in Fukushima wieder höchste Priorität in Deutschland. Der Anteil von Ökostrom ist bei dem in Deutschland erzeugten Strom in den letzten Jahren rapide angestiegen. Im Jahre 2011 lag der Anteil bei 15,6 Prozent und soll laut Bundesregierung im Jahre 2020 bei 38 Prozent liegen.


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