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Fukushima: Stromanbieter Tepco will Meerwasser entseuchen

Fukushima: Stromanbieter Tepco will Meerwasser entseuchen04.05.2011, 15:32 Uhr

Während der Versuche, das beschädigte Atomkraftwerk zu kühlen, wurden unter anderem große Mengen von Meerwasser kontaminiert. Der Betreiber will dies nun dekontaminierenNeues Gerät soll Radioaktivität binden
Radioaktiv verstrahlte Objekte lassen sich in der Regel dekontaminieren, indem die radioaktiven Partikel von den Objekten entfernt werden. Bei festen Oberflächen kann dies beispielsweise durch Abwaschen erzielt werden. Eine Dekontamination von verseuchtem Wasser hingegen ist natürlich nicht auf diese Weise zu erzielen. Ein Verfahren zur speziellen Filterung soll nun nach der Vorstellung des Betreibers Tepco das Meer rund um das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima entseuchen. Hierbei will der Stromanbieter einen Container einsetzen, der mit sogenanntem Zeolith gefüllt ist. Dieses hat die Eigenschaft, nicht erwünschte Ionen zu binden, wie beispielsweise das in großer Menge ausgetretene Cäsium-137, das sich im Knochengerüst von Menschen anreichert und zu Folgeerkrankungen wie Krebs führen kann.

Stromanbieter will Belastung verringern
Der Stromanbieter plant, das radioaktive Meerwasser durch diesen Container hindurch zu pumpen, um nach und nach die radioaktive Belastung der See in der Umgebung von Fukushima zu verringern. Derzeit liegen die Strahlenwerte am örtlichen Meeresgrund zwischen 100 und 1000 mal höher als normal. Nach dem Atomunfall versuchte Tepco verzweifelt, den Reaktor zu kühlen. Hierfür wurden unter anderem auch große Mengen Meerwasser eingesetzt. Ein Großteil des Wassers, das im Rahmen des Katastropheneinsatzes von außen auf den Reaktorbehälter gespritzt wurde, lief ungehindert ins Meer oder versickerte im Boden, wodurch die radioaktive Belastung im Meer um die betroffene Gegend herum stark angestiegen ist.



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