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Strompreise: Industrie fordert Ausgleich
Strompreise: Industrie fordert Ausgleich04.05.2011, 16:19 Uhr
Die Industriebranchen, die besonders viel Energie verbrauchen, haben Angst davor, dass die Strompreise durch die Decke gehen könnten. Sie fordern einen Ausgleich von der BundesregierungHöhere Strompreise verzerren internationalen WettbewerbDass die Strompreise sowohl für Privathaushalte als auch für die Industrie steigen werden, wenn der Atomausstieg kommt, ist weitgehend unbestritten. Über die Höhe des Preisanstiegs gibt es allerdings zahlreiche unterschiedliche Ansichten, die teilweise extreme Differenzen aufweisen. Besonders die Betriebe, die energieintensive Produktionsprozesse durchführen, fürchten höhere Strompreise, weil sie die Wettbewerbsbedingungen für deutsche Unternehmen stark verschlechtern könnten. Daher fordert die Industrie von der Bundesregierung eine praktikable Lösung, um einen Ausgleich für steigende Strompreise zu finden.
Fondsmodell mit festgelegten Strompreisen vorgeschlagen
Wie das Handelsblatt unter Berufung auf die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) berichtet, fordert die Organisation umgehende Reaktionen der Politik. Der VIK favorisiert demnach ein Fondsmodell. Dabei würden die Stromanbieter die für die energieintensive Industrie erforderlichen Basismengen an Strom zu einem festgelegten Strompreis liefern und in einen zu gründenden Strommengenfonds einbringen. Die Unternehmen könnten dann aus diesem Fonds die erforderlichen Strommengen zu konkurrenzfähigen Strompreisen beziehen. Dem VIK zufolge könnte die Bundesregierung eine derartige freiwillige Verpflichtung der Stromanbieter im Rahmen der Verhandlungen über den Atomausstieg durchsetzen.
