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Fukushima: Stromanbieter schickt erstmals Arbeiter in beschädigten Reaktor
Fukushima: Stromanbieter schickt erstmals Arbeiter in beschädigten Reaktor05.05.2011, 15:35 Uhr
Zum ersten Mal seit dem Atomunfall betreten wieder Arbeiter den stark beschädigten Reaktor Nummer eins im Atomkraftwerk Fukushima. Laut Betreiber Tepco erlaubt die Strahlung kurze AufenthalteStromanbieter will Kühlsystem reparierenDie Einsätze dürften nur jeweils zehn Minuten dauern, erklärte der Stromanbieter Tepco heute in Japan. Allerdings seien die Strahlungswerte im betroffenen Reaktor inzwischen so zurückgegangen, dass ein kurzer Aufenthalt von Arbeitern zu vertreten sei. Die Männer sollen das Kühlsystem des beschädigten Reaktors in Block 1 des AKW Fukushima wieder in Gang bringen, das in der Folge des Erdbebens und des Tsunamis vom 11. März zerstört wurde. Dies meldete am Donnerstag die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf informierte Kreise beim Stromanbieter Tepco.
Kritik am japanischen Stromanbieter wächst
Der Stromanbieter versucht seit Beginn der Katastrophe im März, die beschädigten Kühlkreisläufe der insgesamt vier betroffenen Reaktoren zu reparieren. Im Block Nummer eins hatte es am Tag nach der Naturkatastrophe eine Explosion im Reaktorgebäude gegeben, was weitere Schäden verursachte. Die Betreiberfirma Tepco steht in Japan inzwischen immer stärker in der Kritik. Inkompetenz bei der Bekämpfung der Katastrophe und mangelhafte Ausrüstung der mutigen Arbeiter, die sich in die radioaktive Hölle gewagt haben, sind nur zwei der Vorwürfe. Auch bei der Messung von Strahlenwerten war es immer wieder zu Pannen und Fehlern gekommen, die zu widersprüchlichen Angaben geführt hatten.
