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Hauptversammlung beim Stromanbieter E.ON Plädoyer für Atomkraft
Hauptversammlung beim Stromanbieter E.ON Plädoyer für Atomkraft05.05.2011, 15:39 Uhr
Gegen einen schnelleren Atomausstieg sprach sich der Vorstandschef von Deutschlands größtem Energieversorger E.ON auf der Hauptversammlung des Unternehmens in Essen ausStromanbieter will Brücke nicht verkürzenNach RWE und EnBW ist nun auch der größte Stromanbieter E.ON mit seiner jährlichen Hauptversammlung an der Reihe. Vor rund 4.000 Aktionären hielt Konzernchef Johannes Teyssen ein flammendes Plädoyer für die Atomkraft. Er erklärte, dass es nicht darum gehen könne, die Brücke zu verkürzen oder zu verschmälern, welche die Kernenergie beim Übergang zu den erneuerbaren Energien darstelle. Er warnte davor, dass jede Abweichung vom Energiekonzept der Bundesregierung vom Herbst 2010 Nachteile mit sich bringen werde. Im Hinblick auf die Brennelementesteuer sagte Teyssen, dass man keine Maut für eine Brücke verlangen könne, die man nun nicht mehr wolle.
Atomgegner protestieren gegen Stromanbieter
Wie schon zuvor bei der Hauptversammlung von RWE quittierten AKW-Gegner die Darlegung der E.ON-Standpunkte mit Plakaten und Pfiffen. E.ON ist nicht nur der größte Stromanbieter in Deutschland, sondern betreibt auch die meisten Atomkraftwerke. Die Bundesregierung hatte angesichts der Atomkatastrophe von Fukushima eine Energiewende verkündet und ein dreimonatiges Moratorium der Laufzeitverlängerung verhängt, weswegen die ältesten Atomkraftwerke derzeit vom Netz genommen werden mussten. Es gilt als unwahrscheinlich, dass diese älteren Meiler die neuen Sicherheitsüberprüfungen besonders hinsichtlich der Gefahr von Flugzeugabstürzen und Terroranschlägen bestehen können. Dies wäre das endgültige Aus für diese Atomkraftwerke.
